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Baustoff Aus hartem Holz geschnitzt

Katharina Resmer

Holz ist einer der natürlichsten und ältesten Baustoffe und wird auch heute noch rund um den Hausbau gern verwendet. Für das Material spricht vieles. So haben Konstruktionen bei entsprechender Pflege und Wartung eine sehr hohe Lebensdauer. Und noch ein wichtiger Aspekt spielt für die Bauherren und Sanierer von heute eine wichtige Rolle: die Nachhaltigkeit.

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der gepflanzt und geerntet werden kann. Im Gegensatz zu beispielsweise Metall wird er also nicht unter Einsatz von enormen Energien hergestellt. Positiven Einfluss auf die Ökobilanz haben zudem weitere Faktoren, unter anderem Transportweg und Herkunft. Ersterer fällt logischerweise bei heimischen Hölzern kürzer aus. Zur Orientierung beim Kauf von Holz und Holzprodukten gibt es zudem verschiedene Gütesiegel, wie das der Non-Profit-Organisation Forest Stewardship Council (FSC). Dieses Siegel ist ein internationales Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldwirtschaft. Das mit ihm ausgezeichnete Holz kommt aus Wäldern und Plantagen, die unter anderem nach strengeren ökologischen und sozialen Prinzipien bewirtschaftet werden.

Massivholzmöbel sind gefragt

Seit einigen Jahren schon sind Möbel aus Massivholz wieder heiß begehrt. Denn sie sind robust, langlebig, haben eine antibakterielle Wirkung und laden sich zudem nicht elektrostatisch auf. Holz ist außerdem ein feuchteanziehendes Material. Das heißt, dass es bis zu einem gewissen Punkt permanent Luftfeuchtigkeit in sich aufnimmt und später bei trockener Raumluft wieder abgibt – so tragen aus ihm gefertigte Möbel zu einem gesunden Raumklima bei.

Zudem bestechen sie durch ihre natürliche und auch individuelle Optik. Denn da Holz laut der Initiative Pro Massivholz (IPM) ein natürlicher und inhomogener Werkstoff ist, ähnelt kein Brett und keine Lamelle dem beziehungsweise der anderen. So können Farbverläufe, Äste, Maserungen und auch die Jahrringbreite trotz einheitlicher Baumart vollkommen unterschiedlich ausfallen. „Keines der hölzernen Naturprodukte ist identisch mit dem anderen. Und durch die Vielfalt an Holzarten im Möbelbau ist das Spektrum nahezu endlos“, sagt IPM-Geschäftsführer Andreas Ruf. Außerdem bieten viele Hersteller massive Möbel in Kombination mit anderen Werkstoffen wie Glas, Metall oder Leder an, was die Optionen erweitert.

Darauf stehen wir: Echtholzboden

Statt auf Teppich und Laminat setzen viele Bauherren und Sanierer heutzutage neben Massivholzmöbeln auch auf einen weiteren Klassiker: den Echtholzboden. Denn Parkett strahlt Wärme und Behaglichkeit aus, eignet sich – genau wie Kork – zum Barfußlaufen und bringt die Natur ins Haus. Dabei sind derzeit besonders Dielen aus heimischem Eichenholz beliebt.

Die Langlebigkeit von Parkett spricht nach Angaben des Verbandes der Deutschen Parkettindustrie (VDP) ebenfalls für den ökologischen Bodenbelag. Entstehen Schäden, kann das natürliche Material einfach von entsprechenden Experten abgeschliffen und renoviert werden. Parkett kann deshalb bis zu 40 Jahre verlegt bleiben. Das schont laut VDP den Verbrauch weiterer Ressourcen.

Wohnliches Ambiente im Garten

Den Gestaltungsmöglichkeiten mit Holz sind fast keine Grenzen gesetzt. Auch im Garten ist der Baustoff häufig zu finden – beispielsweise als Terrassenüberdachung oder stilvoller Bodenbelag. Denn Holzterrassen haben viele Vorteile. Im Gegensatz zu ihren Pendants aus Naturstein, heizen sich Holzböden in der heißen Sonne nicht so stark auf – wenn man in den warmen Monaten also barfuß über die Dielen geht, fühlen sie sich angenehm kühl an. Zudem wirkt Holz auf viele Menschen sanfter und harmonischer als Stein und passt in jeden Garten.

Nicht nur tropische Hölzer eignen sich für den Außenbereich. Eine Terrasse kann auch aus Holz aus heimischer Forstwirtschaft errichtet werden. Die europäische und sibirische Lärche sowie die Douglasie haben sich nach Angaben des Gesamtverbands Deutscher Holzhandel (GD Holz) bewährt, da auch sie hinreichend resistent gegen Feuchtigkeit sowie Schädlinge sind. Weitere Alternativen seien thermisch modifizierte oder chemisch behandelte Hölzer, die eine höhere Haltbarkeit besitzen. Gefragt seien außerdem Böden aus sogenanntem WPC (Wood-Plastic-Composites) – einem Verbundstoff aus Pflanzenfasern und Kunststoff.

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