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Aktualisiert vor 12 Minuten.

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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Substanz behutsam behandeln

01.09.2018

Berlin In einem Baudenkmal lebt und wohnt es sich anders als in einem energetisch optimierten Neubau. Um ein altes Gebäude an unser heutiges Wohnverhalten anzupassen, ist eine moderate Sanierung erforderlich. Sinnvoll können laut Bauherren-Schutzbund (BSB) eine innen liegende Wärmedämmung sowie eine Modernisierung der Haus- und Gebäudetechnik sein.

Alte Gründerzeithäuser allerdings hätten oft so dicke Wände, dass dort keine Energie durch die Fassade verloren geht, erklärt der Verband Privater Bauherren (VPB). Hier sei die Abdichtung, Mehrfachverglasung bzw. Erneuerung von Fenstern und Balkontüren wichtig. Dabei müssen bauphysikalische Besonderheiten beachtet werden, damit es nicht zu Feuchte- und Schimmelbildung kommt.

Energie sparen können Denkmalbesitzer laut VPB auch durch das Dämmen des oft nur als Speicher genutzten Dachraums. Umstritten sei die Montage von Solaranlagen. Bei der Förderung einer energetischen Sanierung von Baudenkmalen gelten keine Mindestanforderungen, sondern vielmehr Zielwerte für den Primärenergiebedarf des Hauses und Transmissionswärmeverluste der Gebäudehülle.

Wichtig ist, dass jeder beabsichtigte Eingriff im Vorfeld mit der unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden muss. Sie ist bei den Kreisen und Kommunen angesiedelt, meist beim Bau-, manchmal auch beim Kulturamt. Ablehnen kann sie Maßnahmen, wenn sie den Erhalt von Denkmaleigenschaften gefährdet sieht. Bei einem weitgehenden Substanzerhalt unter Verwendung historischer Baustoffe sei eine Zustimmung aber wahrscheinlicher, so der BSB.

Wer ein Baudenkmal saniert, sollte wegen der Komplexität der Materie immer fachkundige Berater und Planer mit ausgewiesener Expertise hinzuziehen. Als Beispiele nennt der BSB-Energieberater Baudenkmal, Fachplaner für Bauwerksinstandsetzung nach WTA oder Ingenieur- und Planungsbüros mit nachweislicher Baudenkmal-Erfahrung. Erforderlich kann zudem ein Statiker und Tragwerksplaner sein. Handwerksbetriebe, die sich für Aufgaben in der Denkmalpflege qualifiziert haben, sind zum Beispiel zu finden in der Datenbank „Handwerksbetriebe für die Denkmalpflege“ des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks.


     www.bsb-ev.de, www.vpb.de 
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