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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Lage durch lila Brille betrachten

18.08.2018

Berlin Das Lila-Lage-Modell hilft Immobilieninvestoren bei der Einschätzung, ob das ausgeguckte Objekt mit Blick in die Zukunft hält, was es verspricht. „Lila“ geht über Zustand und Beschaffenheit des einzelnen Objekts hinaus und berücksichtigt auch Aspekte wie Nachnutzung, Vermietbarkeit und Verkauf. Es geht darum, sowohl zu klären, ob die heutige Lage attraktiv ist, als auch den Blick zu weiten: Landschaft, Infrastruktur, Lebensqualität und Arbeit werden in der Gesamtschau betrachtet, nicht isoliert. Für private Immobilieninteressenten bedeutet dies, nicht nur „von den eigenen Wünschen ausgehen, sondern auch mit den Augen potenzieller Nachfolger zu gucken“, erklärt Sabine Georgi, Abteilungsleiterin Immobilien- und Kapitalmärkte beim Zentralen Immobilienausschuss (ZIA). Das kann hilfreich sein, wenn das Immobilieninvestment der Altersvorsorge dienen soll.

Deshalb empfiehlt Rolf-Egon Westerheide, Professor für Stadtplanung an der RWTH Aachen und Mitglied der Bundesarchitektenkammer, „die Entwicklung der Familie über die nächsten Jahrzehnte zu skizzieren und dann zu überlegen, was am wichtigsten und was weniger bedeutend für den Alltag ist“.

Und so interpretieren Immobilienexperten die „Lila“-Faktoren:

Landschaft: Beschreibt die Anziehungskraft des Standorts. Neben schöner Umgebung können hier urbanes Leben und ein hohen Freizeitwert Kriterien sein.

Infrastruktur: Wie komme ich hin und wieder weg, lautet die Frage. „Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, an Straßen, an die Bahn ist ein wichtiger Parameter“, sagt Stadtplaner Westerheide. Wo es öffentlichen Nahverkehr gebe, ist meist andere Infrastruktur ebenfalls vorhanden: Einkaufsmöglichkeiten, Arzt, Schule, Kindergarten. Fachleute sprechen von einem Marktplatzcharakter.

Lebensqualität: Sie hängt eng mit Infrastruktur zusammen, denn die Dinge, die das Leben angenehm machen wie Theater, Kino, Restaurants, Sportmöglichkeiten und andere Freizeitangebote gehören zu den öffentlichen Gemeinschaftseinrichtungen. Je nach Lebenszyklus und persönlichen Vorlieben verbinden viele Menschen mit Lebensqualität Ruhe, Natur oder städtisches Flair. Was passt, ist Abwägungssache.

Arbeit: Ist selbsterklärend da, wo es Arbeitsplätze gibt – und Wohnraum häufig knapp ist. Diese Orte zeichnen sich meistens dadurch aus, dass sie zusätzlich attraktive Freizeitangebote und gute Verkehrsanbindung bieten.

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