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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Grundriss: Offenheit stößt an Grenzen

20.02.2021

Berlin /Köln /Landsberg Im Lockdown findet alles zu Hause statt: Arbeiten, Lernen, Leben. Dafür auch wirklich ein ruhiges Plätzchen zu finden, ist nicht immer so einfach. Schon gar nicht bei offenen Grundrissen.

„Der offene Wohnraum ist aktuell nicht praktikabel“, sagt Gabriela Kaiser, Wohn- und Trendanalystin aus Landsberg am Lech. Und auch der Esstisch als Mittelpunkt des Familienlebens, an dem gegessen, gespielt, diskutiert, aber auch gearbeitet wird, funktioniert in Corona-Zeiten nicht mehr reibungslos. Es fehlen vielmehr ruhige Plätze – auch echte Rückzugsorte zum Luftholen und einfach mal Alleinsein. Kaiser plädiert daher dafür, den offenen Wohnraum mit flexiblen Trennwänden oder Möbeln zu unterteilen, um Arbeitsecken und Wohnräume zu schaffen. Folgende Möglichkeiten gibt es:     

Paravent

Mobil und bei Bedarf auch nur temporär: Ein Paravent ist die einfachste und schnellste Lösung, um eine Ecke des Raums abzuteilen – wie etwa den Arbeitsplatz im Schlafzimmer – und eine Sichtbarriere zu schaffen. Paravents können außerdem in einem großen Raum eine Rückzugsinsel abgrenzen und den Mitbewohnern den Wunsch nach Ungestörtheit signalisieren. Außerdem können manche Modelle – beispielsweise mit Stoff bespannte Paneele – auch schalldämpfend wirken.  

Regal/Bücherwand

Experten wie Kaiser haben vor der Corona-Pandemie noch davon gesprochen, dass es im großen offenen Wohnraum sinnvoll sei, zumindest optisch Inseln voneinander abzutrennen, um der großen Fläche Struktur zu geben. Man hat also bestimmten Bereichen bestimmte Funktionen zugewiesen – etwa zum Essen, Fernsehen und Arbeiten. Nun werden zumindest zeitweise wieder abgetrennte Räume innerhalb des offenen Grundrisses geschaffen. Für beides – die Schaffung einer optischen Insel oder eine echte Abtrennung – eignen sich große Bücherregale, die mitten im Raum stehen. Sie können locker bestückt sein oder auch dichter vollgestellt werden. Kommodensysteme und Schrankelemente ergänzen die typischen Regaloptiken. Wer genügend Platz hat, kann sich so einen Arbeitsraum abtrennen. Viele Hersteller bieten sogar in die Regale integrierte Schreibtische an.   

Sessel/Sofa mit hohen Wänden

Manche Sitzmöbelhersteller schaffen Sofas und Essecken mit besonders hohen Rücken- und Seitenwänden, so dass ein zu drei Seiten geschlossener Kubus entsteht. Kleine Beistell- oder integrierte Tische machen daraus nicht nur einen gemütlichen Rückzugsort, sondern auch ein kleines Arbeitszimmer. Ursprünglich für die Büroeinrichtung konzipiert wurden solche hochlehnigen Sessel mit speziellen Akustik-Trennwänden.   

Trockenbauwand

Wer wirklich mal die Tür hinter sich zuziehen möchte, kann eine Lösung im Trockenbau finden: Mit Hilfe eines Ständerwerks, das mit Gipskartonplatten beplankt wird, lassen sich nachträglich auch in Bestandsbauten neue Wände ziehen.   

Schiebewände als langfristige Option

Wie es um die Idee des offenen Wohnraums nach Corona bestellt ist, sieht Gabriela Kaiser skeptisch: „Früher hieß es immer, man muss alles auflösen und in einem großen Wohnraum verschmelzen lassen. Die Wände wurden auf ein Minimum zurückgezogen. Ich glaube, dass es jetzt einen radikalen Gedankenwechsel geben wird. Denn wir alle merken: Es ist schön, Rückzugsräume zu haben.“

Eine langfristige Lösung könnte zum Beispiel sein, dass je nach Wohnsituation Schiebewände eingebaut werden, die bei Bedarf ein echtes Homeoffice für die Arbeitsstunden abtrennen. Oder Trennwände aus dem Bürobedarf für Großraumbüros finden einen Platz im Wohnraum.

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