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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Kaffee für jede Stimmungslage

08.09.2018

Berlin Schlecht geschlafen? Ein bisschen verkatert? Die schlaue Kaffeemaschine weiß das schon, wenn sich ihr Besitzer beim Aufwachen noch den Schlaf aus den Augen reibt. Sie brüht ihm bereits einen richtig starken Kaffee – denn die Smartwatch am Handgelenk des Besitzers hat der Maschine seinen körperlichen Zustand verraten. So zeigte es Siemens jetzt bei der Technikmesse IFA in Berlin.

Wie andere Hausgeräte gehen auch immer mehr Kaffeemaschinen ans Netz, und die Programmierungen werden raffinierter und spezieller. Sie lassen sich – je nach Ausrüstungsgrad und Angebot der Hersteller – mobil über das Smartphone oder Tablet anwählen. Der Besitzer kann so zum Beispiel bequem vom Bett aus die erste Tasse starten. Die Mischung ist schon auf seiner Playlist der Lieblingsgetränke am Morgen eingespeist. Die dazugehörende App meldet auch, wenn der Füllstand von Kaffeebohnen, Wasser und Milch stark gesunken ist. Auch Erinnerungen zur Gerätepflege gibt es.

Dabei ist Kaffee längst nicht mehr gleich Kaffee, und jeder Hersteller geht die Spezialisierung etwas anders an. Miele zum Beispiel setzt bei seiner neuen Maschine CM 7750 CoffeeSelect auf gleich drei Behälter für Bohnen. Dadurch stehen dem Kaffeetrinker je nach Geschmack und Konstitution gleichzeitig stärkere Bohnen für Espresso, samtigere für Café Crema und vielleicht noch eine entkoffeinierte Sorte auf Knopfdruck zur Verfügung. Bei De’Longhis Maschine Maestosa kann dagegen der Mahlgrad auf den persönlichen Geschmack abgestimmt werden. Und Jura bietet mit seiner neuen S8 an, dass Brühtemperatur und Heißwasser in Stufen programmierbar sind.

Die Vollautomaten sind in der Lage, mehr als 20 verschiedene Kaffee-Spezialitäten zuzubereiten. Und auch andere Getränke: Die Firmen bieten in den Maschinen auch Brühverfahren für Tee oder einen Rührstab für heiße Schokolade an.

Selbst für den, der einfach nur eine Tasse Kaffee trinken will, haben diese neuen Geräte einen Mehrwert: Krups setzt beim EvidencePlus Kaffeevollautomat auf ein Hydrauliksystem, das einen Anpressdruck von bis zu 30 Kilogramm auf das Kaffeepulver ausüben kann, um die Aromen besser zu lösen.

„Auch Filtermaschinen stehen weiterhin in vielen Haushalten“, weiß Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+. Auch hier arbeiten die Hersteller an Verbesserungen. Allerdings würde die Filtermaschine eher erst dann herausgeholt, wenn große Gruppen zu bewirten sind.

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