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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Lüften: Öfter mal auf Durchzug schalten

04.12.2021

Berlin /Stuttgart Fenster auf auch an bitterkalten Tagen? Das muss sein – aus verschiedenen Gründen: damit Frischluft einströmen kann, und damit Kohlendioxid, in der Luft schwebende, virenbelastete Aerosole, Schadstoffe und Feuchtigkeit aus den Räumen entweichen. Doch nicht jedes Lüften ist richtig. Experten geben Tipps:   

Positiv: Regelmäßig Stoß- und Querlüften

Das ist der wichtigste Ratschlag fürs Lüften – auch im Winter. Denn durch weit geöffnete Fenster, die möglichst gegenüber liegen, bildet sich ein Luftsog, der schnell viel verbrauchte Innen- gegen frische Außenluft austauscht. Wichtig ist dieses Lüften vor allem, um Feuchtigkeit aus den Wohnräumen herauszubekommen und damit einer Schimmelbildung vorzubeugen. Beim kurzzeitigen Stoßlüften kühlt zwar die Lufttemperatur im Raum ab, Wände und Böden bleiben aber warm, und der Raum erreicht danach schnell wieder eine angenehme Temperatur, erklärt Thomas Billmann von der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

Die Brancheninitiative Wärme+ rät, im Herbst und Winter alle zwei Stunden mindestens fünf Minuten lang stoßzulüften. Dies genüge, um die gesamte Raumluft auszutauschen. Laut dem Informationsprogramm Zukunft Altbau reicht es in üblichen Wohnräumen meist aus, nur morgens, mittags und abends stoßzulüften. Die Luft in Küche und Bad aber sollte häufiger getauscht werden, gerade wenn man duscht, badet oder kocht, wobei sich viel Wasserdampf bildet. Dabei ist es sinnvoll, die Türen zu den anderen Räumen zu schließen, damit sich die Feuchte nicht verteilt.  

Negativ: Dauerkippen

Dauerlüften durch gekippte Fenster ist im Winter keine gute Idee. Zum einen wird darüber nur wenig Luft ausgetauscht, da sich kein starker Sog entwickelt. Zum anderen dürften die Heizkosten steigen, erläutert Zukunft Altbau. Denn Wärme wird über einen längeren Zeitraum hinausgelüftet, und zudem kühlen obendrein die Wände um die Fenster herum aus, was den Räumen zusätzlich Wärme entzieht – die man dann erneut erzeugen muss.

Außerdem droht bei dieser Lüftungsart eher Schimmelbildung an den Randbereichen der Fenster, warnt das Umweltbundesamt (UBA). Denn die warme Luft des Raums trifft beim Hinauslüften auf die am schnellsten ausgekühlten Wandbereiche und kondensiert daran – und diese Feuchtigkeit ist ein optimaler Nährboden für Schimmelsporen.  Tipp: Ist die Fensterbank nicht mit Blumen und Deko vollgestellt, fällt es leichter, schnell mal das Fenster zum Lüften weit zu öffnen, rät Thomas Billmann.

Unverzichtbar: Lüften bei Regen, Nebel und Frost

Auch bei feuchter Witterung sollte man lüften. Zwar herrscht bei Regen und Nebel draußen eine hohe Luftfeuchtigkeit, aber der Austausch der Innenraum- gegen Außenluft bringt trotzdem etwas. Denn warme Luft kann viel mehr Wasserdampf mit sich tragen als kühle Luft. Man verringert also durch das Reinlüften von kühler, wenn auch feuchter Außenluft ebenfalls die Luftfeuchtigkeit im Raum, erläutert Markus Lau, Technikexperte beim Deutschen Verband Flüssiggas.

Der gleiche Ratschlag gilt für wirklich bitterkalte Wintertage: Auch bei Frost sollten die Fenster mehrfach täglich kurz aufgerissen werden. Wer die Intervalle so lange wie möglich strecken will, sollte aber spätestens dann, wenn sich die Wände feucht anfühlen oder es innen an den Fensterscheiben herunter regnet, lüften, rät das UBA.

Man kann dem aber zuvorkommen und es somit auch an bitterkalten Tagen mit dem Weglüften der Wärme nicht übertreiben, indem man die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer im Auge behält. Solche Geräte können günstig im Baumarkt gekauft werden.

Misst Luftfeuchtigkeit: Hygrometer dpa-BILD: Catherine Waibel
Misst Luftfeuchtigkeit: Hygrometer BILD: Catherine Waibel

Mäßige Feuchtigkeit und moderate Wärme

Idealerweise liegt die relative Luftfeuchtigkeit im Raum zwischen 40 und 60 Prozent. Bei Werten in diesem Bereich ist man vor Schimmelbefall eigentlich sicher.

Beim Heizen ist Nachhaltigkeit gefragt: Zwar spart jedes Grad weniger Energie. Doch die Temperatur in Wohnräumen sollte nicht unter 16 Grad fallen. Je kälter die Wände, desto höher die Schimmelgefahr und desto höher der Energieaufwand, um sie mit Heizen wieder zu erwärmen.

Bei einer Raumtemperatur zwischen 20 und 24 Grad fühlen sich die meisten Menschen am wohlsten. Allerdings ist das Kälte- oder Wärmeempfinden individuell unterschiedlich. Auch Zugluft oder kalte Wände können dazu führen, dass man friert, obwohl die Raumluft eigentlich warm genug ist.

Während des Lüftens sollten die Heizkörper im Raum abgedreht werden.

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