Berlin - Wer mehr Zeit zuhause verbringt, entdeckt zwangsläufig Ecken, denen gründliches Aufräumen einmal gut tun würde. Zwei Expertinnen geben Tipps: Reihenfolge: Im Wohnzimmer anzufangen, rät Ordnungscoach Sabine Haag. Das sei meist überschaubar. Aufräumcoach Rita Schilke rät, sich den Brennpunkt einer Wohnung als erstes vorzunehmen – der Ort, an dem zu viel Angesammeltes schon regelrecht stört. Beispielsweise der unaufgeräumte Flur mit vielen Jacken und Mänteln oder eine zu vollgestellte Küche. Hier sei man am motiviertesten auszumisten. Pensum: „Optimalerweise rechnet man mit einer Woche für jeden Raum“, sagt Haag. In dieser Woche könne man jeden Tag häppchenweise ein bisschen was machen. Den Zeitraum von wenigen Stunden so zu wählen, dass Ergebnisse schnell sichtbar werden, aber auch die eigenen Kräfte ausreichen, rät Schilke. Und nach getaner Arbeit sollte man sich belohnen. Pausen: „Weil Ausmisten und Aufräumen sehr viel mit Entscheiden zu tun hat, ist es wichtig, sich immer wieder kurze Verschnaufpausen zu gönnen, zurückzutreten und sich vielleicht an dem bislang schon Erreichten, etwa der ersten aufgeräumten Schublade in der Kommode, zu freuen“, erklärt Schilke. Das motiviere auch für den Rest der Strecke. Strategie: „Der erste Schritt ist immer, den Boden freizuräumen“, empfiehlt Schilke. „So entsteht wieder Bewegungsfreiheit.“ Beim Ausmisten wird jedes Teil einzeln geprüft: Sollte man es behalten und gegebenenfalls reparieren, verschenken, spenden oder entsorgen? Einen „Weiß nicht“-Stapel nimmt man sich am Schluss noch mal vor.
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