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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Silvesterparty Und Mietrecht: Mal so richtig krachen lassen – aber bitte in Maßen

28.12.2019

Bonn /Berlin Wer daheim Silvester feiert, sollte ein paar Dinge beachten, damit die Stimmung der Nachbarn nicht kippt:

Lautstärke an Silvester

„Das Gesetz macht keine Ausnahme für bestimmte Anlässe“, sagt Sebastian Bartels vom Berliner Mieterverein. Die Nachtruhe gilt so wie im Rest des Jahres. Allerdings setzen Gerichte nach seiner Erfahrung für Lärm an diesen Tagen eine höhere Toleranzgrenze an. Üblich ist es, dass es von 22 bis 6 Uhr im Haus ruhig sein soll, erklärt Petra Uertz vom Verband Wohneigentum in Bonn. „Nachtruhe bedeutet, dass außerhalb der Wohnung Geräusche, die dort drinnen gemacht werden, nicht besonders störend wahrgenommen werden.“ Eine feste Dezibel-Grenze gibt es nicht. Silvester kommt noch hinzu, dass es insgesamt lauter zugeht: „Wenn die Geräuschkulisse im Wohnviertel stärker ist, darf auch die Party nebenan steigen“, sagt Uertz. „Wenn in der direkten Umgebung sowieso sehr viel los ist, stört mein Partylärm nicht besonders.“

Nachbarn über Silvesterparty informieren

Eine Pflicht gibt es nicht, aber: „Es ist allgemein gängig, dass man seine Nachbarn über die geplante Party informiert und um Verständnis bittet. Dann können sie sich seelisch schon darauf einstellen“, rät Uertz. „Je nach Verhältnis kann man sie auch zur Feier einladen.“ Mancher zeige sich dann toleranter. Rechtlich hat die Ankündigung aber keine Wirkung, und man hat keinen Freifahrtschein für Lärm bis in die Morgenstunden. Mit Rücksicht auf die Nachbarn könnte ab 22 Uhr die Musik etwas leiser gestellt und nach dem Feuerwerk auf etwas mehr Ruhe geachtet werden, schlägt Uertz vor.

Wann darf geböllert und geknallt werden?

Vom 31. Dezember ab 0 Uhr bis 1. Januar um 24 Uhr darf es knallen. Geböllert wird nur im Freien – innerhalb von Gebäuden ist es zu gefährlich. Auch auf Balkon und Terrasse ist zu wenig Platz, und Raketen könnten sich verirren, warnt Bartels vom Berliner Mieterverein.

Silvester: Was tun im Schadensfall?

Läuft die Feier aus dem Ruder und etwas geht kaputt, ist die Reparatur aus Vermietersicht Angelegenheit des Mieters, erklärt Bartels. Dies gelte auch, wenn ein Gast dafür verantwortlich war. „Typisch ist zum Beispiel, dass angetrunkene Gäste auf dem Balkon Raketen zünden, und der Mieter schreitet nicht ein“, führt Bartels aus. „Das wäre gegenüber dem Vermieter eine Vertragswidrigkeit. Es kann als bekannt vorausgesetzt werden, dass das zu gefährlich ist.“ Grundsätzlich gilt: Der Verursacher ist aber für den Schaden verantwortlich und muss ihn dem Gastgeber ersetzen – ob in der Mietwohnung oder im Eigenheim. Darauf weist Bianca Boss vom Bund der Versicherten hin. Hat der Verursache eine Haftpflichtversicherung, kann diese einspringen.

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