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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Selbstständig – aber sicher

03.08.2019

Bonn Barrierefreie Wohnung, Notfallknopf und ein fester Ansprechpartner: Das sind in der Regel die Leistungen beim betreuten Wohnen. Oft werden auch Freizeitaktivitäten angeboten, es gibt einen Gemeinschaftsraum sowie spezielle Wahlleistungen, etwa eine Einkaufs- oder Haushaltshilfe oder einen Wäscheservice. Manch einer erwartet aber mehr: „Viele stellen sich eine Rundumbetreuung vor“, sagt Christine Sowinski vom Kuratorium Deutsche Altershilfe. „Das ist es aber nicht.“

Was betreutes Wohnen ganz genau ist, ist aber auch nicht klar definiert. „Das ist die Krux: Der Begriff ist nicht geschützt“, sagt die Rechtsanwältin Ulrike Kempchen von der Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen. Meistens umfasse er Hausnotruf, eine Rezeption, Hausmeisterservice und im Betreuungsvertrag vereinbarte Serviceleistungen. „Mehr ist betreutes Wohnen eigentlich nicht.“

Oft zahlt man für eine Art verpflichtendes Basis-Paket: Für Leistungen wie den Hausnotruf oder Hausmeisterservice fallen Kosten an – unabhängig davon, ob man sie in Anspruch nimmt oder nicht. Meist kann man Wahlleistungen wie den Wäscheservice oder die Einkaufshilfe kostenpflichtig dazu buchen.

Anbieter von betreutem Wohnen sind zum Beispiel freigemeinnützige Träger aus dem Pflegebereich, aber auch Unternehmen aus der Wohnungswirtschaft, erklärt Aileen Manzel, Referentin Pflege und Altenhilfe beim DRK-Landesverband Berliner Rotes Kreuz. Die Kosten variieren je nach Anbieter. Rechnen muss man mit den Komponenten Miete und Nebenkosten, einer Pauschale für die Grundleistungen, gegebenenfalls Kosten für Wahlleistungen sowie unter Umständen Bearbeitungs- und Aufnahmegebühren. „Die Miete liegt in der Regel etwas über dem lokalen Mietspiegel, da die Wohnungen barrierefrei sind.“ Außerdem müssen auch die Gemeinschaftsräume mit finanziert werden.

Gerade Angebote in Wohnanlagen sind aber nicht jedermanns Sache, weiß Sowinski: „Das ist etwas für sehr kommunikative Menschen, die Leute im gleichen Alter kennenlernen wollen.“ Oft helfen die Bewohner sich untereinander. Manchen seien das aber auch „zu viele alte Leute auf einmal“.

Wer auf der Suche nach einem geeigneten Anbieter ist, schaut sich am besten verschiedene Anlagen an, rät Sowinski. Außerdem gibt es laut Manzel eine Orientierungshilfe: Anbieter, die nach der DIN-Norm 77800 zertifiziert sind, wurden zum Beispiel in Bezug auf das Wohnangebot und die Vertragsgestaltung geprüft.

Gut vergleichen: Angebote können sich deutlich unterscheiden

Angebote für betreutes Wohnen sollten Interessierte gut vergleichen. Das Hinzubuchen von Zusatzleistung – von der Putzhilfe bis zum Essendienst – kann schnell teuer werden, warnt der „Senioren Ratgeber“ (5/2019). Mögliche Leistungen und ihre einzelnen Kosten sollte man sich genau aufschlüsseln lassen. Ansonsten sollte man möglichst viele Häuser und Wohnanlagen vergleichen. Denn Kosten, Inklusiv-Leistungen sowie Größe und Ausstattung schwanken teilweise erheblich.

Eine Checkliste für die Beurteilung von betreutem Wohnen hat die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen zusammengestellt. Man sollte demnach darauf achten, ob einem die Lage gefällt, ob die Wohnung wirklich barrierefrei ist und ob die Dienstleistungsangebote mit den eigenen Bedürfnissen übereinstimmen.

Im eigenen Zuhause kann man sich auch betreutes Wohnen organisieren: Entweder wird ein Komplett-Vertrag mit einem Dienstleister abgeschlossen, oder die Hilfe wird individuell organisiert. Einen Hausnotruf kann man auch privat abonnieren, Supermärkte liefern die Einkäufe inzwischen nach Hause – und vielleicht wird ja nachbarschaftliche Hilfe im Garten angeboten.

Der Kauf eines Appartements im betreuten Wohnen als Wohneigentum ist ebenfalls eine Option. Die Preise bewegen sich laut Verbrau­cherzen­tralen zumeist rund zehn Prozent über den örtlichen Vergleichspreisen. Dafür ist die Ausführung seniorengerecht und ein Aufzug vorhanden. Wohnung und Dienstleistungen selbst unter die Lupe zu nehmen und auf Prüfsiegel zu achten, rät Iris Laduch von der BHW Bausparkasse. Auch bei einem solchen Kauf schlagen Nebenkosten mit rund zehn Prozent zu Buche.

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