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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Baupartner: Den passenden Weg einschlagen

06.06.2020

Bonn /Stuttgart /Berlin Wer mit einem Neubau liebäugelt, muss zunächst grundlegende Entscheidungen treffen. Denn die Wahl des richtigen Baupartners hat großen Einfluss darauf, wie stark Nerven, Geduld und auch der Geldbeutel beim Projekt Eigenheim strapaziert werden. Folgende Wege können beschritten werden:

Architekt

Klassischer Helfer beim Hausbau: Wer sein Haus individuell planen möchte, ist beim Architekten bzw. Bauingenieur richtig aufgehoben. Um ein geeignetes Grundstück muss man sich selbst kümmern. Der Architekt entwirft den Plan nach den Wünschen und Bedürfnissen seines Kunden und begleitet den Bau bis zur Fertigstellung.

Schlüsselfertig- anbieter

Die überwiegende Mehrheit privater Bauherren entscheidet sich dafür, ein schlüsselfertiges Objekt zu kaufen. Sie vergeben damit aber die Chance, direkten Einfluss auf den Bauablauf nehmen zu können, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB). Außerdem bauen Schlüsselfertiganbieter möglichst preissparend, was die Bauqualität beeinträchtigen könne, warnt Adam Butkiewicz, Geschäftsführer der HypoChart GmbH. Die Anbieter unterteilen sich in Bauträger, Generalunternehmen und Generalübernehmer:

Bauträger

Ihr Geschäftsmodell: Sie verkaufen Grundstück und Bauwerk aus einer Hand. Ein Bauträger übernimmt sämtliche Arbeiten, von der Planung über die Einholung aller Genehmigungen bis hin zum schlüsselfertigen Objekt. Der Käufer zahlt von Beginn an Abschläge gemäß einem vertraglich vereinbarten Zahlungsplan und wird erst nach Fertigstellung und Bezahlung der letzten Rate dessen Eigentümer. Folglich kann ihm verboten werden, vor der Übergabe die Baustelle zu betreten.

Generalunternehmer

Wer selbst ein Grundstück gefunden und erworben hat, kann für den Bau des Hauses einen Generalunternehmer beauftragen. Meist errichtet er selbst den Rohbau und vergibt alle weiteren Gewerke an sogenannte Nach- oder Subunternehmer. Vielfach übernehmen Generalunternehmer auch die Planung des Gebäudes. Die Bauherren können zwar mitbestimmen, ihre Gestaltungsspielräume sind in der Regel aber enger gesteckt als bei einem Architektenhaus, erklärt die Postbank.

Generalübernehmer

Im Unterschied zum Generalunternehmer versteht er sich als Koordinator: Er baut nicht selbst, sondern vergibt und koordiniert sämtliche Bau- und Ausbauarbeiten bis zum schlüsselfertigen Objekt.

Beim Innenausbau können sich die Leistungsgrenzen der Firmen deutlich unter­- scheiden. dpa-BILD: Nestor Bachmann
Beim Innenausbau können sich die Leistungsgrenzen der Firmen deutlich unter­- scheiden. BILD: Nestor Bachmann

Wie Bauherren ihre Rechte wahren können

Bauträger unterliegen der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV), und Bauträgerverträge müssen notariell beurkundet werden. Vorher sollten Bauherren sie überprüfen lassen – insbesondere den Leistungsumfang sowie Art und Qualität der Baustoffe und Materialien, rät Wüstenrot Haus- und Städtebau.

Vorsichtig sollten Bauherren beim Generalübernehmermodell sein, warnt Wüstenrot, da hier die Käuferschutzvorschriften der MaBV nicht gültig seien. Sie sollten darauf achten, dass die Zahlungsraten dennoch deren strengen Anforderungen entsprechen und vor dem Überweisen der ersten Rate eine „Auflassungsvormerkung“ zugunsten des Käufers im Grundbuch eingetragen oder eine Sicherheit durch eine Bankbürgschaft geleistet sei.

Die Insolvenz eines Schlüsselfertiganbieters ist immer teuer und kompliziert, so der VPB. Eine Bauträgerinsolvenz aber könne zum völligen finanziellen Desaster führen.

Ein Architekt kann durch technische Optimierungen bereits in der Planungsphase die Weichen für Kosteneinsparungen stellen, erklärt der Bauherren-Schutzbund. Durch Ausschreibung der Bauleistungen und das Einholen entsprechender Angebote könne er ein möglichst kostengünstiges Preisgefüge erzielen. Und da er das Bauvorhaben im Auftrag des Bauherren in gestalterischer und technischer Hinsicht überwache, sei das Risiko von Baumängeln erheblich reduziert. Übersieht er einen Mangel, hafte er dafür in voller Höhe des Schadens.

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