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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Dachausbau: So wird aus dem Dachboden eine hübsche Wohnfläche

08.09.2020

Mit einem Dachausbau kann relativ schnell und kostengünstig neuer Wohnraum geschaffen werden. In der Corona-Krise ist es für viele Arbeitnehmer inzwischen sogar erforderlich, sich einen ruhigen abgetrennten Raum als Arbeitsplatz für das Homeoffice zu schaffen. Wichtig sind allerdings eine vorausschauende Planung und eine professionelle Ausführung.

Ein entscheidender Faktor bei der Einrichtung des Dachgeschosses ist dabei der Kniestock. Dieser wird auch Drempel genannt und ist die Wand, auf der die Dachkonstruktion aufliegt. Je höher der Kniestock ist, desto mehr Platz steht später für Möbelstücke zur Verfügung.

Nicht jedes Dach bietet die Voraussetzungen für einen Ausbau. Grundsätzlich geeignet sind nach Angaben des Bauherren-Schutzbunds (BSB) Dächer ab einem Neigungswinkel von 20 Grad. Zwischen 20 und 35 Grad kann ein Hobbyraum, ein Gästezimmer oder eine Spielzone für die Kinder untergebracht werden. Ab 50 Grad Neigung findet oft sogar eine zweite Wohnebene Platz.

Wer es großzügig liebt und schnell zu einem Ergebnis kommen möchte, greift eventuell zu einem Cabrio-Dach. So nennt der Hersteller Velux eine aus zwei Teilen bestehende vorgefertigte Lichtlösung. Sie lässt sich mit nur wenigen Handgriffen zu einem balkonähnlichen Dachaustritt ausklappen. Hierbei öffnet sich der schräge obere Klapp-Schwing-Flügel des Fensters, während der untere Teil des Fensters bis zur Senkrechten herausgedrückt wird und die Seitengeländer aufklappen. Bewohner können so bequem im offenen Fenster stehen und den Blick ins Freie genießen.

Eine Alternative ist, große Gauben mit senkrechten Fenstern ins Schrägdach zu setzen. Das schafft ebenfalls mehr Bewegungsfläche. Die Fenster lassen viel Licht einfallen und sorgen für Kopffreiheit. Bei Dachgauben kommen auch oft vorgefertigte Bauelemente zum Einsatz. „Der Einbau inklusive Außen- und Innenverkleidung ist bei einer Vorfertigung innerhalb eines Tages möglich. Hausbewohner werden so nicht so lange gestört“, sagt ein Sprecher vom Hersteller SPS Fertiggauben.

Dämmung vom Profi

Der Ausbau des Dachgeschosses sollte immer mit einer fachgerechten Dämmung verbunden sein.

Denn ein Gebäude verliert laut dem Dämmstoffhersteller Puren bis zu 40 Prozent der teuer erzeugten Wärme über das Dach, falls es ungenügend gedämmt ist. Anja Nitsche vom Gesamtverband Deutscher Holzhandel warnt alle Hobbyhandwerker, die daran denken, ihr Dach selbst zu dämmen. „Selbst kleine Fehler von unerfahrenen Heimwerkern können sich mit erheblichen Folgekosten durch Feuchtigkeit im Dach auf die gesamte Bausubstanz des Hauses auswirken. Eine durchdachte Planung ist daher unverzichtbar.“

Sonnenschutz einplanen

Wolfgang Holfelder von Bauder, einem Hersteller für Dämmstoffplatten aus Polyurethan, weist auch auf eine vernünftige Vorbereitung des Dachausbaus hin. Eine moderne Dämmung vorausgesetzt, sorge ein außenliegender Sonnenschutz beispielsweise dafür, dass die Sonnenstrahlen tagsüber nicht in den Raum gelangten und ihn aufheizten. Nachts sollte gut gelüftet werden. Unter diesen Bedingungen seien in Versuchen bei sommerlichem Wetter durchschnittlich nur 22 Grad Celsius im Rauminneren gemessen worden. Blieben die Fenster unverschattet, stiegen die Temperaturen auf bis zu 25 Grad, ohne nächtliche Lüftung gar auf bis zu 30 Grad Celsius.

Wer größere Arbeiten am Dach wegen eines Ausbaus in Auftrag geben muss, könnte in diesem Zug eine Photovoltaikanlage kostengünstig mitinstallieren lassen. „Wie wirtschaftlich die Solarmodule dann arbeiten, hängt in erster Linie von den Faktoren geografische Lage, Ausrichtung und Neigung der Fläche sowie dem Anteil des selbst verbrauchten Stroms ab“, sagt Jonas Prudlo, beim Stromanbieter E-On verantwortlich für Energielösungen.

Wenn das Dach komplett neu eingedeckt werden muss, sollten Bauherren Dachsteine statt Ziegel in Betracht ziehen. „Diese sind um einiges leichter als Ziegel, was die Traglast der Konstruktion und des Baukörpers begrenzt. Dies ist insbesondere bei einem Dachausbau wichtig, der die Traglast sowieso erhöht“, erklärt Erik Stange, Sprecher der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund.

Nutzungsänderung ist genehmigungspflichtig

Jeder Dachausbau ist bei einer Änderung der Nutzung genehmigungspflichtig. Um einen Bauantrag kommen private Modernisierer daher nicht herum. Die Hürden können dabei ziemlich hoch liegen. Je nach der baulichen Situation verlangt ein Ausbau beispielsweise einen zweiten Fluchtweg oder spezielle Brandschutztüren. Wird im Zuge eines Ausbaus neu gedämmt, besteht oft die Möglichkeit für eine vorteilhafte Aufsparrendämmung. Sie verspricht die größten Vorteile für das Raumklima und die Heizkosten, da das Dach auf diese Weise eine geschlossene und dämmende Haube erhält. Falls hingegen nur eine Dämmung von innen möglich ist, beispielsweise bei denkmalgeschützten Gebäuden, gibt es mit der Zwischen- und der Untersparrendämmung zwei Varianten.

So kommt Ordnung in das Dachgeschoss

Der Dachboden ist meist ein Abstellort für ungenutzte Dinge. Nach einiger Zeit kann sich dort jedoch so viel Krempel ansammeln, dass es schnell etwas unordentlich aussieht. Viele Dinge, die dann dort lagern, werden eigentlich gar nicht mehr benötigt. Deshalb ist es an der Zeit, einmal gründlich aufzuräumen. Mit diesen pfiffigen Tipps ist diese ungeliebte Aufgabe auch schnell erledigt.

Am Anfang sollte man sich einen Überblick verschaffen, welche Dinge auf dem Dachboden überhaupt lagern. Nach einer groben Bestandsaufnahme lässt sich nämlich viel besser und schneller entscheiden, was wirklich unnötig ist. Diese Sachen kommen dann genauso auf einen Haufen wie Dinge, die regelmäßig gebraucht werden, und Gegenstände, die noch verschenkt oder verkauft werden sollen. Ist erst einmal Platz gemacht, sollte man die Chance auf jeden Fall nutzen und einmal gründlich durchfegen oder staubsaugen.

Als Nächstes geht es ans richtige Sortieren: Die Weihnachtsdeko benötigt dabei ebenso ihren festen Platz in den Regalen wie Schlittschuhe oder das Planschbecken für den Garten. Durchsichtige Plastikkisten eignen sich sehr gut für den übersichtlichen Dachboden. Zusätzlich sollte in großer Schrift und gut sichtbar genau beschrieben werden, was genau in welcher Box zu finden ist. Stimmt dann noch die gute Beleuchtung im Obergeschoss, geht man gern auf den Dachboden. Und auch schnell wieder runter, da man das Gesuchte bereits gefunden hat.

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