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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

„Der Ofen soll für Gemütlichkeit sorgen“

05.03.2019

Was macht für Sie ganz persönlich den Reiz eines Ofenkamins aus? Ich nehme an, Sie haben selbst einen Ofen zu Hause...

Björn Dauskardt: Wir haben privat zwei Öfen: einen in unserer Wohnküche mit Backfach und einen klassischen Gussofen im Wohnzimmer, der den Feierabend gemütlich macht. Für mich ist das Feuer ein zentrales Element, das einem Wärme und Entspannung spendet. Auch unsere Kinder, sieben und neun Jahre alt, sind mit dabei und helfen beim Anheizen.

Welcher Unterschied liegt hier zwischen teuren und günstigen Geräten?

Björn Dauskardt: Jeder Ofentyp hat seine Berechtigung. Ein einfacher, günstiger Stahlofen kann für schnelle Wärme sorgen – insbesondere für Ferienwohnungen oder selten genutzte Partyräume ist das optimal. Wenn ich aber im Wohnzimmer täglich gemütliche Wärme nutzen will, dann ist es sinnvoll, etwas mehr zu investieren. Gerade mit mehr Speichermasse, zum Beispiel aus Speckstein oder Keramik, kann ich die Wärme besser verteilen und überhitze den Raum nicht mehr. Wichtiger als die Energieeffizienz, die bei jedem Ofen ausgewiesen wird, ist die richtige, passende Größe des Ofens für den Raum. Eine Fachberatung ist hier der beste Weg, denn die reinen Prüfzahlen bei Leistungsangaben sind nicht aussagekräftig. Wenn ich einen Ofen mit hoher Leistung und viel Speichermasse habe, verteile ich die Wärme über einen langen Zeitraum.

Was sollte vor dem Kauf außerdem beachtet werden?

Björn Dauskardt: Sehr wichtig ist, dass der Ofen die neuesten Normen erfüllt. Ältere Öfen haben lediglich Bestandsschutz und dürfen nicht an einer neuen Stelle installiert werden. Das wissen die meisten Privatverkäufer nicht.

Welche Modelle verkaufen Sie im Moment besonders gut?

Björn Dauskardt: Unsere bestverkauften Öfen haben einen Speichermantel – zumeist aus Naturstein. Häufig wird nach viel Feuersicht gefragt, was bei modernen Öfen über zusätzliche Seitenscheiben möglich ist. Beim Ofenbau wird häufig Wert auf eine große Sichtscheibe gelegt.

Gibt es Trends und Neuheiten für 2019?

Björn Dauskardt: Ursprünglich sind Öfen als alternative, umweltbewusste Heizform zur Kosteneinsparung in den 70ern und 80ern beliebt geworden. Der aktuelle Trend ist eher das Lustfeuer. Der Ofen soll einfach zu bedienen sein und schnell für Gemütlichkeit sorgen. Für ältere Kunden, die ihren alten Kamin nicht mehr betreiben dürfen, stellt sich häufig die Frage, ob sie mit Gas oder Pellets als Brennstoff bequemer heizen können. Es kommt also auch auf die Lebenssituation an, welche Ofenvariante für wen infrage kommt. Wer noch das Heizen in den Mittelpunkt stellt, hat mittlerweile eine gute Auswahl an Modellen, die einen Großteil der Wärme in den Heizkreislauf einspeisen. Hierzu wird ein Pufferspeicher, wie auch bei Solarthermie-Anlagen, benötigt. Der Ofen füllt den Speicher mit erwärmtem Wasser, und die Heizung kann sich auch noch Stunden später davon bedienen.

Ist ein fehlender beziehungsweise ungeeigneter Abzug gleichzeitig das K.O.-Kriterium für einen eigenen Kaminofen?

Björn Dauskardt: Für einen Ofen braucht man natürlich einen Schornstein. Einen Kamin nachzurüsten, ist vom Aufwand und den Kosten nicht höher, als wenn man ihn von vorne herein einplant. Doppelwandige Edelstahlrohre können einfach außen an die Hauswand montiert werden. Es gibt sie auch lackiert passend zur Hausfarbe oder in Kupfer, was mit den Dachrinnen oder Klinkersteinen gut harmoniert. Auch ist es möglich, im Haus einen Leichtbauschacht zu errichten. Dieser ist meist in ein bis zwei Tagen installiert und von außen optisch nicht von seinem gemauerten Pendant zu unterscheiden.

Lässt sich selbst richtig einschätzen, welche Leistung ein Kaminofen haben muss?

Björn Dauskardt: Wie erwähnt ist die reine Angabe in Kilowatt bei den Kaminöfen nicht besonders aussagekräftig. Bei manchen Modellen ist diese besonders hoch angegeben, um den Wirkungsgrad auf dem Prüfstand zu erhöhen oder um eine spezielle Kundengruppe anzusprechen. Der Heizleistungsbereich ist schon aussagekräftiger – er gibt aber mehr Aufschluss darüber, in welchen Bereich der Ofen nicht überheizt oder unterfordert wird. Einfacher ist, die Öfen nach Brennraumgröße zu vergleichen. Und sollte der Raum klein oder gut gedämmt sein, ist ein Speicherofen, der die Wärme auf acht bis zwölf statt auf zwei Stunden verteilt, immer im Vorteil.

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