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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Fahrräder geschützt parken

09.07.2016

Berlin Wer keinen Platz in Garage oder Schuppen hat, muss einen anderen Ort finden, wo die Fahrräder der Hausbewohner sicher untergebracht sind. Die Lösung können separate kleine Garagen sein. Darin parken ein bis neun Räder. „Auch Zubehör wie Sattel, Licht und Fahrradtaschen sind vor Diebstahl geschützt“, sagt Bettina Cibulski, Pressesprecherin des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Außerdem werden die Räder nicht nass oder schmutzig.

Im Gegensatz zu den Container-Garagen, wie man sie von Bahnhöfen, Schulen oder Sportstätten kennt, zeigen die Modelle für das Eigenheim etwas mehr Design. Sie haben runde Formen, schräge Dächer, teils sind Kundenwünsche möglich. „Schließlich soll die Fahrradgarage zum Wohnhaus und zur Gestaltung des Grundstücks passen“, sagt Petra Uertz, Bundesgeschäftsführerin des Verbandes Wohneigentum. Rustikale Holzgaragen gibt es ab etwa 500 Euro, elegante Konstruktionen aus Edelstahl kosten 2000 Euro und mehr.

An einen amerikanischen Briefkasten erinnert die „Bikebox“ von Walter Solbach Metallbau. Die Konstruktion aus Stahlblech ist kaum höher und breiter als ein normales Fahrrad. In ihrer kleinsten Ausführung für ein Rad wird dieses am Sattel oder Gepäckträger über eine Schiene in die Box hineingeschoben.

Eine ebenso kompakte Lösung sind Mini-Garagen aus Holz. Einfache Varianten mit Doppeltür erinnern an einen Geräteschuppen für den Garten. Die Räder kommen auf Halterungen an die Wand oder stehen einfach am Boden. Neuere Modelle wie die von der Firma Zweiradgarage in Hamburg haben Gasfedern, mit denen sich Tür und Dach nach kurzem Anheben wie von selbst nach oben öffnen. „Das Holzhäuschen eignet sich vor allem für Reihenhäuser mit kleinen Vorgärten“, sagt Geschäftsinhaber Christian Köster. „Die Sicht aus dem Fenster im Erdgeschoss ist durch die geringe Höhe kaum eingeschränkt.“

Raffiniert und unauffällig ist die Garage „Suterra“. Der Abstellplatz für zwei bis drei Fahrräder befindet sich in einer Grube unter der Erde – so wie das Mülltonnensystem desselben Herstellers (siehe unten). Er fährt per Funk nach oben. Der Einbau und elektrische Anschluss ist nichts für den Laien: Er wird durch einen Fachbetrieb vor Ort übernommen.

Die Hersteller liefern ihre Mini-Häuschen in der Regel als Bausatz an für dem Selbstaufbau. „Zuvor sollte man sich beim Bauordnungsamt der Gemeinde über Vorschriften erkundigen“, rät Petra Uertz vom Verband Wohneigentum. „Insbesondere ist der Abstand zum Nachbargrundstück von oftmals drei Metern einzuhalten.“

Die Boxsollte möglichst unauffällig aufgestellt werden. „Es sollten nicht zu viele verschiedene Materialien und Farben eingesetzt werden. Das wirkt zusammengestückelt und unruhig“, sagt Uertz. Und der Garten werde optisch verkleinert. Bettina Cibulski vom ADFC empfiehlt, die Box aus Sicherheitsgründen im Hinterhof aufzubauen. „So lenkt sie weniger Aufmerksamkeit auf sich und das Fahrrad.“ Und das schützt vor Dieben.

Für Mehrfamilienhäusergibt es ebenfalls Möglichkeiten zum Nachrüsten. „Mieter sollten sich zusammenschließen und den Hausverwalter um einen geeigneten Stellplatz bitten“, rät Cibulski. Unaufdringlich sind die halbrunden Garagen von Cervotec. Ihr Edelstahlgerüst ist mit einer transparenten Kuppel überzogen. Zum Verschließen kann dasselbe Schloss wie an der Haustür verwendet werden.

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