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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Frühjahr: Zeit für ungetrübten Durchblick

14.03.2020

Berlin Fensterputzen zählt zu den unbeliebtesten Hausarbeiten der Deutschen. Es ist nervig und zeitintensiv. Vor dem Reinigen muss man oft erst Fensterbretter frei räumen und teils sogar Möbel wegrücken. Und wenn die Fenster scheinbar sauber sind, bleiben oft Streifen zurück.

Geht das Fensterputzen auch einfacher?

Experten sagen, ja – ihr Ratschlag ist aber nicht aufbauend: Einfach regelmäßiger die Fenster putzen. Je länger man wartet, umso mehr Schmutz sammelt sich an und verbindet sich zu einer schmierigen Schicht. Der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel rät: Mindestens zweimal pro Jahr Fenster und Rahmen richtig reinigen.

Wie gehe ich dabei am besten vor?

Erst kommt die Rahmentechnik dran, dann folgen Rahmen und Scheibe, erläutert Frank Lange vom Verband Fenster + Fassade. Das heißt: Zuerst wird im geöffneten Fenster alles geputzt, was im Rahmen zu sehen ist: Beschläge, Dichtungen und so weiter. Dann werden Fenster und Rahmen von oben nach unten gereinigt. Beim Rahmen die Entwässerungsöffnungen im unteren Bereich kontrollieren und gegebenenfalls von Verstopfungen befreien.

Das Forum Waschen rät, das Wischwasser auf der Scheibe kurz einwirken zu lassen. Dann die Scheibe mit einem weichen Schwamm nachwaschen. Danach mit einem Wischer abziehen – immer in die gleiche Richtung. Die Gummilippe nach jedem Abziehen abwischen.

Womit putze ich?

Fensterexperte Lange rät vor allem zu „wirklich viel Wasser“. Bei Flecken helfen Glasreiniger oder Spülmittel. Aggressive Produkte mit Scheuerwirkung schaden den Scheiben und dem Rahmen. Die Verbraucher Initiative rät außerdem zur Vorsicht bei Fensterrahmen aus Kunststoff. Die waschaktiven Substanzen und Alkohole in Glasreinigern können das Material stumpf machen.

Wie verschwindenhartnäckige Flecken?

Flecken wie Vogelkot oder Insektenreste sollte man vorbehandeln und das Mittel kurz einweichen lassen. Von Scheuerlappen und Spachtel rät Lange ab: Höchstens Schaber für Cerankochfelder könne man benutzen. Fingerabdrücke lassen sich zwischendurch streifenfrei mit einem feuchten Mikrofasertuch oder einem Fensterleder wegwischen, erklärt Lange. Eventuell ist etwas Spülmittel oder Allzweckreiniger erforderlich.

Wie kommt es zu Streifen?

Wurden Fenster länger nicht gereinigt, kann verbleibender Schmutz als Streifen zurückbleiben. Auch zu viel oder zu wenig Reinigungsmittel kann Schlieren verursachen, ebenso wie dreckiges Putzwasser.

Hilft Zeitungspapier?

Daran scheiden sich die Geister. Im Grunde ist das Zeitungspapier ein traditionelles Hausmittel zum Fensterputzen. Aber es hängt stark davon ab, wie das Zeitungspapier bedruckt wurde. Wenn das Papier an den Händen schwarze Spuren hinterlässt – kann dies auch auf den Fenstern passieren.

Rollläden müssen auch geputzt werden. BILD: epr/Schanz

Auch die Rollläden vom Dreck des Winters Befreien

Vor dem Fensterputz empfiehlt es sich, die Rollläden oder anderen Sonnenschutz zu reinigen. Schmutz und Staub lassen sich von den Lamellen am besten zunächst mit einem kleinen Handfeger mit weichen Borsten entfernen. Auch ein Schwamm, milde Seifenlauge und Wasser rücken hartnäckigen Flecken zu Leibe. Tabu sollte jedoch der Einsatz des Hochdruckreinigers sein, denn der harte Wasserstrahl könnte die Lamellen verbiegen und damit zu dauerhaften Schäden führen. Bei Reparaturen und der jährlichen Wartung helfen entsprechende Fachbetriebe. Sie halten spezielle Öle und Sprays bereit, um Führungsschienen wieder in Schwung zu bringen und ein Quietschen zu verhindern.

Zu den Pflichten des Mieters gehört auch das Fensterputzen. Häufigkeit und Gründlichkeit sind seinem persönlichen Reinigungsbedürfnis überlassen, so der Verband Haus & Grund. Formularvertragliche Klauseln, die feste Intervalle vorsehen, sind unwirksam. Auch wenn sich ein Fenster nicht öffnen lässt, obliegt die Reinigung dennoch dem Mieter, so der Bundesgerichtshof (Az.: VIII ZR 188/16). Irrelevant sei, ob er sie selbst ausführen könne oder durch eine Fachfirma vornehmen lassen müsse.

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