Frankfurt/Main - Kalk im Haushalt ist nicht nur lästig, weil er einen weißlich grauen Schleier hinterlässt. Er schadet auch Elektrogeräten und erhöht ihren Stromverbrauch. Wer lange etwas von ihnen haben möchte, sollte sie also regelmäßig von Kalkablagerungen befreien. Diese Tipps geben Experten:
Wie oft sollten Geräte entkalkt werden ?
Das hängt davon ab, wie intensiv das Gerät genutzt wird sowie von der Wasserhärte. Manche moderne Geräte erinnern selbstständig etwa mit Display-Anzeichen oder Warnleuchten an das Entkalken. Anderen kann man es ansehen oder gar hören, wenn die Kalkschicht dicker wird.
Wenn bei Vollautomaten der Kaffeestrahl unregelmäßig und langsamer als üblich aus der Maschine kommt oder sie lauter arbeitet als üblich, dann ist es höchste Zeit, sie zu entkalken, so Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+. Besser aber sollte man regelmäßigen entkalken. „Sonst wird die Kalkschicht mit der Zeit so stark, dass sie nur mit Mühe entfernt werden kann. Je dicker der Kalk, desto länger muss der Entkalker einwirken“, erklärt Oberascher.
Womit entkalkt man ?
Es wirkt jede Säure gegen Kalk – aber nicht jedes Mittel eignet sich für empfindliche Hausgeräte. So warnen manche Hersteller vor der Verwendung von Essig, da seine Säure Gummi- und Kunststoffteile des Gerätes angreifen und beschädigen kann. Claudia Oberascher rät, die Bedienungsanleitung zu lesen und sich auch an die vom Hersteller empfohlene Dosierung der Mittel zu halten. „Vor allem bei hochwertigen Geräten ist das angebracht, denn diese Mittel sind auf die Geräte abgestimmt.“
Sollten sich Hausmittel eignen, ist gut zu wissen: Zitronensäure hat einen höheren Siedepunkt als Essig und eignet sich zum Entkalken mit heißem Wasser. Essig sollte man besser stark verdünnt anwenden, denn er ist aggressiver als Zitronensäure und könnte Metallteile schädigen.
Was ist mit Waschmaschine und Geschirrspüler ?
Beide müssen in der Regel nicht extra entkalkt werden. Bei Waschmaschinen übernehmen die Waschmittel die Arbeit. Deshalb sollte man die Dosierungsempfehlungen der Hersteller von Waschmitteln einhalten. Geschirrspüler haben eine integrierte Enthärtungsanlage, an der vor der Inbetriebnahme die lokale Wasserhärte eingestellt wird. Regeneriersalz macht zu hartes Wasser weicher.
