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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

FRÜHJAHRSPUTZ: Auf der Jagd nach Spinnweben, Staubflusen und Krümeln

23.02.2021

Eine saubere Tradition

Bahnt sich der Frühling an, fühlen sich viele regelrecht dazu berufen, zum Staubsauger und Wischmopp zu greifen und ihr Zuhause quasi einer Generalreinigung zu unterziehen. Doch warum eigentlich? Woher kommt der Brauch des Frühjahrsputzes? Die Antwort finden wir in den Heimen unserer Vorfahren. Dort, wo Zentralheizung sowie energieeffiziente Fenster – eine heutige Selbstverständlichkeit – gar nicht vorhanden waren.

Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde mit Kohle oder Holzöfen geheizt. Auch zum Kochen und zum Erzeugen von warmem Wasser mussten die Hausbewohner ein kleines Feuerchen machen. Damit nun die Wärme im Winter nicht nach draußen zog, hielten die Menschen undichte Fenster und auch Türen, soweit es ging, verschlossen. Das Resultat: Rußablagerungen. Erst mit den wärmeren Temperaturen des Frühlings wurde der Ofen fürs Heizen weniger genutzt, Fenster und Türen konnten wieder vollständig geöffnet werden. Und erst dann konnte – und musste – auch der ganze Ruß und Dreck von Böden, Möbeln und Teppichen entfernt werden.

Neustart im Frühling

Abgesehen davon galt der Frühling schon immer als eine Art Neuanfang. Ein Blick nach draußen macht es deutlich: Wird es wärmer, erwacht die Natur um uns herum – Blätter wachsen, Knospen sprießen, die Tiere erwachen aus dem Winterschlaf und ziehen los, um sich fortzupflanzen. Da erscheint es fast natürlich, dass auch wir uns bereit machen wollen für einen Neustart. Und für viele bedeutet das eben die Grundreinigung ihres Zuhauses.

Putzmittel: Welche braucht man wirklich?

Trotz regelmäßigen Saubermachens – und der Abwesenheit von Ruß auf Teppich und Schrank – besteht heute also immer noch das Bedürfnis, im Frühling einen richtigen Putz-Rundumschlag zu machen. Mal in die Ecken vorzudringen, die sonst bei der wöchentlichen Reinigung unberührt bleiben; nicht nur einzelne Räume, sondern innerhalb mehrerer Tage alle Bereiche des Zuhauses von Staub und Schmutz zu befreien. Doch eines ist anders, als es zu Zeiten unserer Mütter und Großmütter war, die zum Teil nur ein begrenztes Sortiment an Putzmitteln zur Verfügung hatten.

So sind die Drogerieregale inzwischen voll mit unterschiedlichen Varianten. Ob Herd, Badarmatur, Parkettboden, WC oder Dusche – für jeden Bereich im Haushalt gibt es einen speziellen chemischen Reiniger. Doch wenn Mutti sie nicht gebraucht hat, brauchen wir sie dann? Nein, meint Gina Briehl vom NABU-Landesverband Niedersachsen.

„Herkömmliche Reinigungsmittel aus Drogerie und Supermarkt enthalten sehr große Mengen an schädlichen Inhaltsstoffen“, erklärt sie. „Jährlich landen unzählige Tonnen Chemikalien aus Wasch- und Reinigungsmitteln im Abwasser. Und trotzdem – die Industrie lässt sich laufend neue Produkte einfallen.“ Dabei seien so viele verschiedene Reinigungsmittel, wie sie uns angeboten werden, für das effektive Saubermachen im Haushalt überhaupt nicht notwendig. „Den größten Teil der Putzaufgaben können wir mit guten, selbstgemachten Allzweckreinigern aus natürlichen Zutaten erledigen.“ Diese natürlichen Hausmittel haben schon Mutti und Omi genutzt.

Reinigung ohne Chemie

„Die fünf Hausmittel Soda, Essig, Zitronensäure, Natron und Kernseife waren früher gängige Mittel für den Hausputz“, sagt Gina Briehl. Und sie sind es auch heute noch. „Denn sie alle haben reinigende Eigenschaften und ersetzen im Grunde genommen eine ganze Drogerie.“ Auch die Wirkungskraft von herkömmlichem Salz sollte nicht unterschätzt werden. „Mit etwas Wasser vermischt löst es Verfärbungen durch Tee oder Kaffee oder Fettränder von Geschirr“, erläutert die NABU-Fachfrau. „Salz mit heißem Wasser zeigt auch gegen eingebrannte Reste auf Backblechen seine Wirkung oder kann als natürliches Scheuermittel für Holzbretter angewendet werden.“ Das schone den Geldbeutel – und eben auch die Umwelt. Und genau dieser Aspekt spielt für viele Menschen heutzutage eine entscheidende Rolle.

Das bestätigt auch Gina Briehl. So liege „Selbstgemachtes“ voll im Trend. „Ökologische Reinigungsmittel können unkompliziert und mit den wenigen Hausmitteln hergestellt werden, die fast jeder besitzt oder die sehr günstig zu erwerben sind“, erläutert sie begeistert. „Die Vorteile der selbstgemachten Alternativen sind vielfältig: Sie sind umweltfreundlich, sparen viel Verpackungsmüll ein, sind frei von chemischen sowie synthetischen Inhaltsstoffen und zudem noch viel preiswerter als herkömmliche Markenprodukte aus der Drogerie.“

Abgesehen von üblichen Reinigern für den Haushalt seien zum Beispiel in Spülmaschinentabs zahlreiche bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten, etwa Substanzen auf Erdölbasis oder gentechnisch veränderte Enzyme. „Das geht auch nachhaltiger und vor allem günstiger“, weiß die Expertin. „Spülmaschinentabs können mit nur leichtem Aufwand und extrem preiswert selbst gemacht werden.“ Das Rezept dazu befindet sich in der Textbox.

Der Dreck muss weg!

Auch Gina Briehl bereitet sich auf den Frühjahrsputz vor. „Nach der tristen, grauen Winterzeit freuen wir uns wieder auf wärmere Tage. Da darf die Sonne gerne durch die frisch geputzten Fensterscheiben scheinen“, sagt sie. „Daher hier mein Rezept für selbstgemachten Glasreiniger: Eine 1:1-Mischung von Essig und Wasser eignet sich besonders gut. Wer den Geruch nicht mag, kann ein ätherisches Öl beigeben.“

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