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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Heizung: Unerschöpfliche Energiequelle in der Erde

11.08.2020

Bei den derzeitigen sommerlichen Temperaturen hat die Heizungsanlage Ruhepause, doch in einigen Monaten wird die Heizperiode wieder anstehen. Wer sich mit dem Gedanken beschäftigt, die nicht mehr rentable Heizung auszutauschen oder wer einen Neubau plant, sollte sich mit den möglichen Formen des Heizens beschäftigen. Energiesparen ist nach wie vor ein großes Thema, ebenso effizientes Heizen, Umweltschonung und Amortisierung der Anlage. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine davon ist Heizen mit Erdwärme, die viele Vorteile vereint: Energiequelle auf dem eigenen Grundstück, Einsparung von rund 75 Prozent Energiekosten, die über die Heizungsanlage entstehen, höchster Komfort zum Heizen und Kühlen sowie solide Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit.

Erdwärme umfasst die in der Erde gespeicherte Energie, die von der Natur immer wieder neu aufgeladen wird. In den letzten Jahren hat sich die Nutzung von Erdwärme stark vervielfacht. Mit Einsatz einer Wärmepumpe kann Erdwärme als Energie für Gebäude aller Größen nutzbar gemacht werden. „Erdwärme ist energieeffizient, klimaschonend und hat Zukunft“, erklärt Nienjo Hartmann. Der zertifizierte Brunnenbauermeister aus Hude weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich durch die Nutzung von Erdwärme der grüne Fußabdruck deutlich verbessert.

In einem Expertentipp erläutert der Fachmann, der den 1976 von seinem Vater Rainer Hartmann gegründeten Betrieb „Hartmann Brunnenbau“ in zweiter Generation fortführt, die Bedeutung von Energie aus Erdreich, Abwasser und Gewässer.

Welchen Stellenwert hat eine Heizungsanlage mit Erdwärme?

Nienjo Hartmann: Der Stellenwert einer Heizungsanlage mit Erdwärme ist sehr hoch anzusetzen. Sie liefert stets die Temperatur, die für ein wohliges Raumklima in Gebäuden benötigt wird. Im Winter wird geheizt, im Sommer kann, bei entsprechender Ausstattung der Anlage, sogar gekühlt werden. Auch stellt eine Wärmepumpe das warme Brauchwasser zum Duschen und Baden bereit. Eine gut funktionierende und im Betrieb günstige Anlage trägt somit zum Komfortgewinn eines jeden Einzelnen bei. Die Anschaffung einer Wärmepumpe bietet noch weitere Vorteile.

Welche Vorteile meinen Sie?

Nienjo Hartmann: Erdwärmepumpen sind sehr platzsparend, leise, sie haben eine lange Lebensdauer und sind quasi wartungsfrei. Zu erwähnen ist ferner, dass keine Verbrennung stattfindet und somit kein CO2 produziert wird. Die CO2-Ersparnis schützt unser Klima.

Darüber hinaus kann eine erdgekoppelte Wärmepumpe zum Heizen und Kühlen genutzt werden. Zur Passivkühlung braucht es ein weiteres Modul zur Wärmepumpe, die Investition könnte sich lohnen, weil die Sommer bei uns immer wärmer werden und die Häuser immer mehr gedämmt sind. Die Passivkühlung ist eine angenehme Sache.

Braucht es beim Austausch der alten Heizungsanlage besondere Voraussetzungen?

Nienjo Hartmann: Eine Anlage wird geplant, Wärmebedarf und Bohrtiefe der einzubringenden Erdwärmesonden werden berechnet und festgelegt. Vor dem eigentlichen Bohrbeginn verschaffen wir uns einen Überblick von den örtlichen Gegebenheiten. Einerseits, ob sich das Grundstück des Kunden in einem für Erdwärme zulässigen Gebiet befindet. Diese Information benötigen wir, um das behördliche Genehmigungsverfahren für unsere Kunden durchzuführen. Andererseits schauen wir uns vor Ort das Bauvorhaben an. Grundstücksgröße und bauseitige Vorgaben haben Einfluss auf die Wahl der geeigneten Bohrgeräte und der Ausführung der Baumaßnahme. Hier ist Flexibilität gefragt. Als Voraussetzung wäre noch zu erwähnen, dass der ausführende Betrieb nach W-120 zertifiziert ist. Diese Zertifizierung garantiert dem Kunden und den genehmigenden Behörden, dass der Bohrbetrieb über die erforderliche Fachkunde verfügt.

Welche Bedeutung haben Energie aus Abwasser und Gewässer?

Nienjo Hartmann: In unserer Region kommen diese Formen der Energienutzung kaum vor. Die Nutzung von Energie aus Abwasser ist eher in Großstädten ein Thema und auch für Gewässer und Seen fehlt der Markanteil, da viele Grundstücke keinen Zugang zu entsprechenden Gewässern haben.


     www.wasserwasserwasser.de 
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