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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

hitze: Einen kühlen Kopf bewahren

20.07.2021

Sommer, Sonne und hohe Temperaturen: Was am Badesee oder im Schwimmbad für Freude sorgt, treibt in den eigenen vier Wänden den Schweiß auf die Stirn. Es gibt jedoch diverse Möglichkeiten, wie man Wohnzimmer und Co kühl halten kann. Wir haben mit Christoph Bullach gesprochen. Der SHK-Handwerksunternehmer und stellvertretende Landesinnungsmeister des Fachverbandes Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Klempnertechnik Niedersachsen gibt im Interview Tipps, wie man sein Zuhause auch im Sommer angenehm kühl halten kann.

Was halten Sie von Klimageräten für zu Hause?

Mobile Raumklimageräte sind transportabel und können beliebig aufgestellt werden. Allerdings muss die Warmluft mittels eines Schlauchs aus dem Fenster nach außen transportiert werden. Das hat den Nachteil, dass das Fenster geöffnet sein muss. Auch wenn man den Bereich um den Schlauch herum abdichtet, gelangt dennoch auf diesem Weg wieder warme Luft in den Raum. Weitere Nachteile: Diese Geräte sind sehr laut im Betrieb sowie zudem wenig energieeffizient und liefern keine starke Kühlleistung.

Welche Alternativen gibt es?

Beispielsweise mobile Splitgeräte. Diese bestehen aus zwei Bauteilen für innen und außen, die mit einem Schlauch verbunden sind, durch den Kältemittel fließt. Aber auch hier muss der Schlauch über ein geöffnetes Fenster nach außen geführt werden. Neben den bereits genannten Nachteilen besteht die zusätzliche Gefahr, dass der Schlauch beschädigt wird und Kältemittel austreten kann. Eine weitere Möglichkeit sind Monoblockgeräte, die anstelle eines Fensters in die Öffnung eingesetzt werden und deren Innen- und Außenteil fest zusammenmontiert sind sowie professionelle Split-Klimaanlagen. Letztere würde ich Verbrauchern auch empfehlen.

Was sind die Gründe für die Empfehlung?

Sie arbeiten leise, sind energieeffizient, filtern und entfeuchten die Raumluft und bieten den Zusatznutzen, dass sie auch zum Heizen eingesetzt werden können. Zudem sind sie einfach zu bedienen und können in Smart-Home-Lösungen integriert werden. Der Nachteil ist, dass diese Geräte in der Anschaffung am teuersten sind. Außerdem muss eine Wartung durch einen Fachbetrieb regelmäßig mit eingeplant werden.

Auf was muss beim Kauf von Ventilatoren, Standlüftern und Co. geachtet werden?

Diese Geräte sind grundsätzlich kritisch zu betrachten. Sie kühlen nicht, sondern verwirbeln lediglich die Luft, die sich dadurch kühler anfühlt. Achtet man auf Energieeffizienz, sind alle diese Geräte problematisch, denn sie haben einen hohen Stromverbrauch und der Strom heizt letztendlich die Raumluft auch wieder auf. Der Kühleffekt ist lediglich gefühlt und dazu noch teuer erkauft. Unter Sicherheitsaspekten sollte man – wenn man den Betrieb dieser Geräte überhaupt in Betracht zieht – auf entsprechende Siegel und Sicherheitskennzeichen achten. Darüber hinaus gibt es auch Wasserkühlgeräte, die Wasser an den Raum abgeben und dadurch eine gefühlte Kühlung erzielen. Auch diese sind nicht zu empfehlen, da sie sich auf Dauer nicht unter hygienischen Maßstäben zufriedenstellend betreiben lassen.

Welche Anlagen beziehungsweise Einbausysteme bieten sich beim Neubau an?

Im Neubau sind fest installierte Split-Anlagen zu empfehlen. Eine andere Möglichkeit ist der Einbau einer Lüftungsanlage. Darüber erhält man immer frische, gefilterte Luft, hat ebenso die Möglichkeit zu heizen und zu kühlen und reduziert die Schimmelgefahr in Wohnräumen deutlich. Eine dritte Möglichkeit ist die Installation einer Heizungswärmepumpe in Kombination mit einer Flächenheizung – Fußboden, Wand und Deckenplatten. Dabei werden Heizung und Kühlung über die Flächenheizung betrieben. Eine zusätzliche reine Klimaanlage ist dann nicht mehr erforderlich..

Besteht die Möglichkeit einer Förderung für derartige Systeme?

Für Neubauten gibt es die Möglichkeit der Förderung über die BAFA für herkömmliche Wärmepumpen und Luft-Luft-Wärmepumpen. Auch bei Sanierung und nachträglichem Einbau einer Wärmepumpe kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung möglich sein.

Weitere Tipps von Christoph Bullach: So kann man Räume auch bei sehr hohen Temperaturen relativ kühl halten:

1. Früh morgens und spät abends lüften. Dabei die Fenster weit öffnen (Stoßlüften), Fenster nicht auf Kipp stellen.

2.Die natürliche Windrichtung lässt sich beim Lüften besonders gut nutzen, sofern dies möglich sein sollte.

3. Den Rest des Tages am besten die Fenster schließen.

4. Die Fenster verdunkeln, möglichst von außen, damit sich die Fensterfläche gar nicht erst so stark aufheizt – denn dann dringt die Wärme automatisch auch in das Gebäude ein.

5. Wasserschalen in den Räumen aufstellen. So lässt sich hervorragend der (Kühleffekt von verdunstendem Wasser nutzen. Eine technische Alternative: Noch relativ frisch auf dem Markt sind Fensterscheiben, die sich verdunkeln lassen oder sich von selbst verdunkeln und so für Sonnenschutz sorgen. Diese sind allerdings noch hochpreisig in der Anschaffung und schwer zu bekommen, da es nicht viele Anbieter für diese Technik gibt. Der Fachbegriff: thermo-chrome beziehungsweise elektro-chrome Fenster.

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