„Ich war schon immer sehr kreativ und habe bereits in meinem Jugendzimmer angefangen, mich nach meinem Geschmack einzurichten“, erinnert sich die gelernte Kauffrau für Versicherungen und Finanzen. „In der ersten eigenen Wohnung konnte ich mich dann frei entfalten.“ Und die jetzigen 170 Quadratmeter des Eigenheims, das sie selbst entworfen hat, bieten dafür natürlich noch mehr Fläche. Neun Monate hat der Bau des modernen Klinker-Kubus gedauert, der an den Bauhausstil angelehnt ist. „Diese Art von Architektur findet man häufig in den nördlichen Regionen, insbesondere in Hamburg – und nur selten in Süddeutschland“, erklärt die bloggende Mutter eines Sohnes. „Der Bau ist modern, wetterbeständig und ein Beweis dafür, dass ein verklinkertes Haus alles andere als ‚altbacken‘ ist.“
Alles andere als altmodisch ist auch Heike Thümlers Einrichtungsstil, den sie auf ihrem Instagram-Profil präsentiert. „Zeitgemäß, offen und natürlich zugleich“, beschreibt die sympathische Oldenburgerin. „Durch die natürlichen Holzakzente, die dunklen Fensterrahmen und die viele, indirekte Beleuchtung sind die großzügigen Räume aber total gemütlich“, fügt sie an. Heikes Möbel stammen aus unterschiedlichen Quellen. Einige Stücke sind von Ikea, vereinzelte Elemente kommen vom Tischler. „Deko kaufe ich am liebsten bei H&M Home und Søstrene Grene – und besondere Designerstücke bei Connox.“ Das wichtigste Möbelstück ist für Heike übrigens das Sofa, weil es unheimlich gemütlich ist. Und der wichtigste Raum? „Die Küche. Denn ohne sie lässt es sich im Haus nicht leben.“
Inspirieren und inspirieren lassen
Einrichtungs- und Möbeltrends, so sagt Heike, würden meistens von den großen Möbeldesignern bestimmt. „Dennoch hoffe ich, dass sich Leute etwas von mir abschauen“, erzählt sie. Dafür mache sie das Ganze schließlich. „Als ich mit Instagram angefangen habe, gab es noch nicht so viele Interior-Blogs. Und mit gewissen Einrichtungsdetails, wie zum Beispiel unserer offenen Mittelholmtreppe, ist es mir sicherlich gelungen, einen Trend zu setzen.“
Wie lange sie für die Inszenierung eines Bildes beziehungsweise Postings braucht, hängt davon ab, ob es sich um eine bezahlte Kooperation mit einem Unternehmen handelt oder ein einfaches Bild. „Für Kooperationen brauche ich definitiv länger, da ich verschiedene Varianten ausprobiere“, erläutert die Bloggerin. „Da zerbreche ich mir tagelang den Kopf und suche vorher schon nach der passenden Deko, Klamotten und Co.“ Normale Postings seien eher spontan, wenn es neue Blumen oder einen neuen Einrichtungsgegenstand gibt, den sie ihren Followern zeigen möchte.
„Ich versuche, nicht immer das Gleiche abzubilden und plane dahingehend, dass ich immer verschiedene frische Fotos auf Vorrat habe. Ich komme ja nicht jeden Tag zum Fotografieren oder Schreiben“, ergänzt Heike. Von ihren Followern bekomme sie jedenfalls für ihre Arbeit viel Lob. „Meine Art scheint teilweise sehr lustig und authentisch zu sein“, erzählt die Oldenburgerin. „Dazu bekomme ich auch häufig Nachrichten.“
Als berufstätige Mutter bleibe der engagierten 34-Jährigen nur wenig Zeit, Einrichtungsmessen und andere relevante Events zu besuchen. „In diesem Jahr passte es aber zufällig, dass ich mit einer lieben Blogger-Freundin zur imm cologne fahren konnte“, freut sich Heike Thümler. „Ansonsten benötige ich für Events sehr viel Vorlauf, um vorab alles planen zu können. Es vergeht kein Tag, an dem mein Mann und ich uns nicht zusammensetzen, um Termine anzusprechen. Sonst würde es mit Familie, Freunden, Beruf, Minijob, Bloggen und Urlaub niemals klappen.“
Durch Kooperationen verdient die Oldenburgerin zwar Geld mit ihrem Instagram-Account, könnte sich aber nicht vorstellen, hauptberuflich als Bloggerin zu arbeiten. „Ich brauche Sicherheit und Abwechslung“, betont sie. „Für mich spielt sich das echte Berufsleben in Unternehmen ab, mit festem Tagesablauf und dem Arbeiten in einem Team“, ergänzt sie. heikes_homestory solle ein Hobby bleiben, dem sie mit Leidenschaft nachgeht. „Ich möchte mich in meinem Doing weiter verbessern und mir in diesem Jahr eine neue Kamera kaufen“, erzählt die Hausbesitzerin. „Ansonsten wollen wir endlich unseren Garten final gestalten.“ Und das wird natürlich auch auf Instagram dokumentiert.
