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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Fassade: Mit Farbe lässt sich trumpfen

17.08.2019

Iserlohn Frühlingsgrün, Sonnengelb oder Schweinchenrosa: Ein farbiger Anstrich könnte so manche Hausfassade aufpeppen. Doch wer Farbe will, muss etliche Vorgaben beachten – vom Baugesetzbuch über kommunale Gestaltungssatzungen bis zum Bauträgervertrag. „Darin wird möglicherweise schon eine Farbpalette vorgegeben“, erläutert Andrea Blömer, Beraterin des Verbands Privater Bauherren (VPB) in Iserlohn.

Aus dieser Palette können angehende Eigentümer auswählen. Manche Farben sind nur gegen Aufpreis möglich. Ähnliches gilt für Fensterrahmen und Fensterbänke. Blömer empfiehlt: „Gucken Sie, ob der Standard weiß ist und welcher Mehrpreis auf Sie zukommt.“ Bauherren sollten ihre Entscheidung frühzeitig treffen, weil die Farbwahl die Untergrundkonstruktion der Außenwand beeinflussen kann.

Bauträger wie Architekten achten auf ein harmonisch wirkendes Gesamtbild des Hauses, das sich in die Umgebung einfügt. Das verlangen die Muster- und Landes-Bauordnungen, um „Verschandelung“ von Straßen-, Orts- und Landschaftsbild zu verhindern. Vielerorts bestimmen Kommunen in Gestaltungssatzungen zudem örtliche Details zu Werkstoffen und Farben. Deshalb sollte man sich im Vorfeld einer Fassadengestaltung informieren, rät Wolfgang Szubin, Architekt und Präsidiumsmitglied im Verband Wohneigentum. Bei alten Häusern sind eventuell Auflagen des Denkmalschutzes zu beachten.

In Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) können dezente Farben schon allein deswegen vorherrschen, weil „jedes Farbkonzept eine bauliche Veränderung nach Paragraf 22 WEG-Gesetz darstellt, dem alle Eigentümer zustimmen müssen“, erklärt Martin Metzger vom Bundesfachverband der Immobilienverwalter. Rein rechtlich reiche für einen Farbwechsel-Beschluss die einfache Mehrheit der WEG-Versammlung, faktisch könne aber jeder Eigentümer hinterher sein Veto einlegen.

Wohnungsgesellschaften dagegen nutzen häufig aufwendige Farbkonzepte, um monotone Wohnblöcke aufzulockern. Mieter haben aber weder ein Mitspracherecht, noch dürfen sie Außenfassaden oder Balkone selbst anpinseln, erklärt der Deutsche Mieterbund.

Dunkle Wände heizen sich stärker auf – Ausstrahlung spürbar

Der Wärmeschutz muss überprüft werden, wenn mehr als zehn Prozent der Fassade verändert werden oder der Putz erneuert wird. Gegebenenfalls muss eine Dämmung angebracht werden. So sieht es die Energieeinsparverordnung vor.

Das Aufheizen einer Hauswand im Hochsommer kann durch die Wahl der Fassadenfarbe beeinflusst werden. Die Temperatur weißer Wände liegt unter intensiver Sonneneinstrahlung um etwa fünf Grad über der Umgebungstemperatur, erklärt der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Dunkle Wände können sich dagegen deutlich stärker aufheizen – laut Farbenherstellern sogar auf über 80 Grad. Zwar sind für die Temperaturen im Gebäude Dämmung und Fenster ausschlaggebend. Doch wer auf Balkon oder Terrasse sitzt, kann dort die Ausstrahlung einer stark aufgeheizten Wand spüren.

Als Fassadenfarbe wird häufig Dispersionsfarbe verwendet, die sich gut verstreichen lässt und preiswert ist. Silikatfarbe hat den Vorteil, dass sie sehr wetterbeständig und auch umweltfreundlicher ist. Wer natürliches Material bevorzugt, sollte Kalkfarbe wählen. Entscheidend für die Art der Farbe ist aber auch der Untergrund.

Putzoberflächen können in verschiedensten Strukturen und Farben gestaltet werden. Mit einer speziellen Software können Experten aus dem Fachhandwerk simulieren, wie verschiedene Farben und Oberflächen das Haus wirken lassen.

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