Köln - Brennende Kerzen und trockenes Tannengrün: In der Advents- und Weihnachtszeit muss die Feuerwehr vermehrt ausrücken. Die Versicherer zählten 2017 im Dezember und Januar rund 10 000 zusätzliche Feuerschäden.
Frisches Holz und Tannennadeln brennen kaum. Doch je trockener Tannenzweige werden, umso leichter sind sie entflammbar. Um die Brandgefahr zu verringern, rät die VdS Schadenverhütung, Adventskränze regelmäßig mit Wasser zu benetzen und Tannen zu wässern. Denn über Nadeln, Zweige und Stamm nehmen sie weiterhin Feuchtigkeit auf.
Zudem empfehlen die Experten, frische Tanne aus heimischem Anbau zu kaufen. Sie habe nicht so lange Transportwege, auf denen sie austrockne. Um das Risiko einer Brandgefahr generell zu mindern, sollte man Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen, niedergebrannte rechtzeitig wechseln und sie nicht in der Nähe von Vorhängen oder in starker Zugluft aufstellen. Sinnvoll könnte es auch sein, Löschmittel wie einen Wassereimer oder eine Löschdecke bereitzuhalten. Defekte Lichterketten können zu einem Schwelbrand führen.
Kommt es zu einem Brandschaden am Haus, zahlt die Wohngebäudeversicherung. Für den Schaden an der Einrichtung kommt die Hausratpolice auf. Dritte können den Verursacher jedoch in Regress nehmen – zum Beispiel, wenn ein Brand auf das Nachbarhaus übergreift, erklärt der Versicherer DEVK. Deshalb sei eine private Haftpflichtversicherung wichtig, die für solche Schäden aufkommt.
