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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Kinderzimmer: Mehr Platz im Raum schaffen

20.08.2022

Köln /Düsseldorf Ein Kinderzimmer kann man mit einigen Tricks optisch größer zaubern. Und auch die richtigen Möbel können mehr Platz schaffen. Was Eltern bei der Einrichtung beachten sollten, wie sie viel Stauraum schaffen und die Grundfläche mit Licht und Farbe optisch vergrößern – zwei Einrichtungsprofis geben Tipps:   

Wandfarbe

Weiß ist der Klassiker unter den Wandfarben, im Kinderzimmer wirkt ein weißer Anstrich aber häufig etwas kühl. „Besser sind helle, freundliche Farben wie zum Beispiel Pastelltöne“, sagt Mareike Hermann von der Do-it-yourself (DIY) Academy in Köln: „Sie öffnen kleine Räume optisch, schaffen Weite und lassen Wände zurücktreten.“ Kleine Zimmer ließen sich auch strukturieren, indem man einen Bereich zum Schlafen, Spielen und Lernen farblich absetzt. Ein Teppich zur Begrenzung könne dabei genauso helfen wie verschiedene Lichtquellen. Nur ein zentrales Deckenlicht zu verwenden, sei wenig förderlich. Es könne den Raum in der Mitte zusammenziehen. „Ans Bett oder in die Kuschelecke gehört ein indirektes Licht, gern auch mit Dimmer“, erklärt Hermann.   

Spiegel

„Für kleine Kinderzimmer bieten sich zudem Spiegel auf Wänden oder Schränken an, da sie den Raum optisch vergrößern“, sagt Christine Scharrenbroch, Pressesprecherin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie. Je größer der Spiegel, desto stärker sei der Effekt. Sie empfiehlt eine Breite von 50 bis 100 Zentimetern und eine Höhe von 1,50 Meter.   

Möbel

Standort und Art der Kinderzimmermöbel sind abhängig von der Form des Raumes. „Bei einem quadratischen Zimmer sollte das Bett hinter der Tür platziert werden. Wenn man in den Raum reinkommt, wirkt das Zimmer nicht so vollgestellt“, rät Scharrenbroch. Zudem werde der Platz hinter der Tür oftmals als gemütlich und geschützt empfunden. Für eine quadratische Bodenfläche bieten sich zudem Eckkleiderschränke an. „Der Vorteil besteht darin, dass die Fläche, die der Schrank beansprucht, auf zwei Wände aufgeteilt werden kann und nicht eine Wand komplett zugestellt wird“, sagt sie.

Ein schlauchförmiger Raum sollte durch breite Möbel nicht unnötig in die Länge gezogen werden. Besser man stellt das Bett an eine der beiden kurzen Wände, lautet ihr Tipp. Sind im Kinderzimmer Dachschrägen vorhanden, empfiehlt sie, maßgeschneiderte Schränke, die den vorhandenen Platz voll ausnutzen, oder niedrige Kommoden zu verwenden.   

Hochbett

Mehr vom Kinderzimmer haben die Kleinen, wenn ein Hochbett aufgebaut wird. „Darunter entsteht Stellfläche für einen Schreibtisch plus Regal oder Raum für eine Spielecke oder Kuschelhöhle“, sagt Scharrenbroch. Hochbetten gibt es in unterschiedlichen Höhen ab etwa einem Meter. „Wenn ein Schreibtisch darunter passen soll, sollte das Bett etwa 1,80 Meter hoch sein“, erklärt die Möbel-Expertin. Bei herkömmlichen oder leicht erhöhten Betten sollte an integrierte Schubladen oder Rollcontainer gedacht werden, die unter das Bett geschoben werden können.

 Wichtig: Hochbetten sind erst für Kinder ab fünf oder sechs Jahren geeignet, weil sie erst dann die Höhe und das Risiko begreifen, erklärt die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder. Beim Möbelkauf auf das GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit zu achten, rät Scharrenbroch.    

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Stauraum

Kleine Zimmer sollten möglichst aufgeräumt sein. „Dabei helfen verschiedene Stauraumlösungen wie zum Beispiel Bücherboards oder Regale mit beschrifteten Spielzeugkisten an der Wand, Netze für die Kuscheltiere unter der Decke sowie Haken und Garderobenleisten am Eingang“, sagt Hermann. Kleine Hocker oder Bänke können Stauraum unter der Sitzfläche bieten. Schränke und Regale sollten möglichst bis unter die Decke geplant werden. Ganz oben können Dinge lagern, die das Kind nicht täglich braucht. Ebenfalls hilfreich sind laut Scharrenbroch Spieltruhen und Regalkisten auf Rollen.

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