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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Einrichtungstrends 2021: Wie Corona stilprägend wirkt

23.01.2021

Köln /Landsberg /Bad Honnef In diesen Tagen hätte die Welt wieder nach Köln geblickt: auf die IMM Cologne – die weltgrößte Fachmesse für Möbel und Innenraumgestaltung. Aber coronabedingt musste selbst eine Hybrid-Variante gecancelt werden. Dabei prägt gerade die Corona-Pandemie ganz deutliche Trends, wie Einrichtungsexperten erläutern.

Das Zuhause war selten so sehr wie jetzt der Mittelpunkt unseres Lebens. Das verändert den Blick auf die Einrichtung. „Wohnen ist im Moment nicht mehr Repräsentanz“, erklärt Trendexpertin Gabriela Kaiser. „Die Wohnung ist nun nur noch der Ort des Lebens.“ In den Fokus rücken die eigenen Bedürfnisse. Und das sind:  

Ein Schreibtisch

Lange machten Notebooks und Tablets einen separaten Schreibtisch überflüssig. Schreibarbeiten konnten damit auch gut am Esstisch und auf der Couch erledigt werden. Nun aber, wo das Homeoffice für viele Arbeitnehmer nicht nur eine Übergangslösung sein wird, fehlt dieser feste Arbeitsort dann doch wieder. Der größte Trend 2021 könnte also der Arbeitsplatz zu Hause werden. Dafür werden auffallend schicke und filigrane Schreibtische und Sekretäre angeboten, die hinter oder oberhalb der Arbeitsplatte noch Fächer bieten. Und auch Küchenhersteller offerieren jetzt Homeoffice-Module.  

Multifunktionalität

Möbel, die mehr können, sind gefragt: Schreibtische lassen sich aus Regalen ausklappen oder in Kleiderschränken verstecken, Esstische bekommen Ladefunktionen und Schubladen zum Verstauen von Tablets. Verstärkt sind modulare Möbelsysteme zu sehen, so der Verband der Deutschen Möbelindustrie. Sie lassen sich gewandelten Bedürfnissen schnell und problemlos, bestenfalls werkzeuglos anpassen. Das können Baukastenlösungen ebenso sein wie solitäre Möbel wie Sessel, Tischchen, Poufs und Rollwagen, die durch individuelle Kombination ihre Funktionalität wandeln. Ein ungewöhnliches Beispiel für Multifunktionalität liefert die Leuchte Elina von Dirk Vosding, Finalist im Pure Talents Contest der ausgefallenen Möbelmesse: Die Buchstütze leuchtet auch als Leselicht im Regal oder wird als Tischleuchte hervorgeholt.  

Ein Stück Natur

Aktueller denn je: Die Menschen möchten raus aus der Wohnung, ins Grüne – oder zumindest in den Garten. Und sie holen sich die Natur ins Haus: In Form von Pflanzen, in Form von Tapeten mit Natur- und Dschungelmotiven – neu in 2021 ist laut Deutschem Tapeten-Institut die Kombination großformatiger Blumen mit geometrischen Mustern – und in Form von verschiedensten natürlichen Materialien, nicht nur Holz. Hier spielt auch der Aspekt der Nachhaltigkeit im Gegensatz zum schnellen Konsum eine wichtige Rolle.  

Gemütlichkeit

Wärme, Geborgenheit und ein Gefühl von Sicherheit im eigenen Zuhause – das lässt sich auch über Einrichtung, vor allem über Dekoration gewinnen. „Das Gefühl erzeugen nicht die glatten Satin-Kissen, sondern eher flauschige Nicki- und Teddy-Stoffe – also Stoffe zum Kuscheln“, erklärt Trendexpertin Kaiser. Viele Hersteller arbeiten zudem daran, ihren Stoffen etwa für Vorhänge oder Raumtrennung Strukturen zu verleihen, die zum Anfassen animieren – Stichwort: Haptik. Der Hersteller Kinnasand (Kvadrat) spricht zum Beispiel seiner neuen Textilkollektion namens Monotypes eine „sinnliche Wirkung“ zu: Die Stoffe setzen sich zusammen aus den Kontrasten wärmender Wolle, der Textur von Hanf, der Weichheit von Lyocell und der Kühle von recyceltem Polyester zusammen. Daneben finden Teppiche, Dekorationen und Möbel mit weichen, runden Formen gerade besonders Anklang. Eben alles, was eine gemütliche Höhle schafft.  

Homing 2.0

So nennen die Trendexperten der IMM Cologne die Steigerung des Homings im Jahr 2021: „Das Zuhause wird zum Schutzraum und spendet Geborgenheit.“ Treffpunkte wie die Kochinsel, der große Esstisch oder die Terrasse erlauben es, Abstand zu halten.

Farbwelten: vergrautes Rosa, erdige Töne, Dschungeltapete dpa-BILD: Graham & Brown/DTI
Farbwelten: vergrautes Rosa, erdige Töne, Dschungeltapete BILD: Graham & Brown/DTI

Mischung Macht’s

Geborgenheit und Nachhaltigkeit sieht der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) als treibende Kräfte für die Einrichtung 2021 – mit folgenden Details:

Holz gilt als Werkstoff der Zukunft. Führend bleibt Eiche sowie Nussbaum für dunklere Wohnszenarien. Für den skandinavischen Stil stehen hellere Hölzer wie Esche, Birke und Ahorn. Insgesamt werden Hölzer in hellen, natürlichen Tönen verwendet, also weniger dunkel gebeizt oder lackiert, berichtet Ursula Geismann von der Initiative Furnier+Natur. Hölzer bekommen zudem einen Grauanteil und werden mit Metall – in Schwarz, Bronze oder Messing – kombiniert.

Naturmaterialien spielen eine zunehmende Rolle: Flechtwerk aus Hanf und Flachs, Möbel mit Kork, Linoleum und Lederapplikationen sowie Textilien aus Naturleinen, Wollfilz oder zertifizierter Baumwolle.

Glas bleibt ein wichtiges Material und wird mit umfangreichen LED-Lichtsteuerungen kombiniert, die sich auch per App übers Smartphone bedienen lassen.

Die Farben werden natürlicher, gräulich pudrig. Farbig darf es sein, aber nicht bunt. Warme Erdtöne von Sandstein über Ocker bis Braun werden begleitet von ruhigen Grün-, Türkis- und Blaunuancen von hell bis dunkel sowie einem stark vergrauten Rosa. Schwarz bleibt wichtig – als Holz, bei Metall und Flachglas und auch für Küchenfronten. Daneben finden sich ruhige Pastellfarben, die wie Kreide anmuten und sich zum Kombinieren eignen.

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