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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Messe: Den Alltag einfach wegschieben

10.08.2019

Köln Insbesondere die Kücheneinrichtung ist derzeit mit der Öffnung zum oder gar der Verschmelzung mit dem Wohnraum einem großen Wandel unterworfen, bei dem Innovationen der Hersteller von Beschlägen, Auszügen und Oberflächen gefragt sind. Einblicke in neue Entwicklungen, technische Errungenschaften, Materialien und zukunftsweisende Ideen gewährte jüngst die Messe Interzum. Die weltweit größte Schau der Zulieferer der Möbelindustrie und des Innenausbaus findet alle zwei Jahre in Köln statt.

Die Möbelindustrie baut Möbel, die durch Schieben oder Klappen zum Verstecken von Funktionsbereichen führen. So erobern die sogenannten Pocket-Doors (Taschentüren), ursprünglich aus dem Küchenbereich kommend, jetzt alle Wohnbereiche. Taschentüren werden in geöffneter Position vollständig in die Seitenwangen des Schrankes geschoben und stehen somit nicht im Wege. Geschlossen bilden die einzelnen Türelemente eine glatte, wohnliche Front.

„Überall in der Wohnung, wo Funktionsbereiche nur zeitweilig genutzt werden, machen Möbel mit Taschentüren Sinn. Sei es im Wohnzimmer, bei Kleiderschränken oder im Home-Office. Durch den Stauraum haben die Dinge ihren festen Platz und durch das Zuschieben verstecken wir sie, wenn wir sie gerade nicht brauchen“, erläutert Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie.

Angefeuert wird die Idee des Zuschiebens und Wegklappens außerdem durch den Trend in der Stadt zu leben. Stehen dort weniger Quadratmeter Wohnraum zur Verfügung, müssen diese optimal genutzt werden. „Es geht darum, mit intelligenten Möbeln optimalen Stauraum und Ordnung auch auf kleinen Grundrissen herzustellen und Funktionsbereiche bei Nichtnutzung unsichtbar zu machen“, erklärt Trendanalystin Geismann. Das kann die im Küchensockel eingebaute Trittstufe für kleine Leute sein oder das Home-Office, welches mit wenigen Handgriffen überhaupt erst hinter Türen zum Vorschein kommt. Das kann der Platz für das Fahrrad im Wandschrank des Flurs sein oder die Hausbar, die mit einer Taschentür geöffnet und in geschlossenem Zustand wieder zur ruhigen Schrankfassade wird. „Die Zugriffe zu all diesen Veränderungsmöglichkeiten werden übrigens in Zukunft immer öfter elektrisch erfolgen – mit App oder auch per Sprachsteuerung“, sagt Geismann. Damit werde eine neue Dimension des Wohnens erreicht.

Messe-Neuheiten

Oberflächen: Eine ansprechende Wohnumgebung soll sich auch gut anfühlen. Deshalb bieten die Hersteller von supermatt bis hochglänzend oder ganz individuell eine Vielfalt an neuen Dekoren und Oberflächen an, die nahezu grenzenlos ist. Der Digitaldruck ermöglicht einzigartige Dessins. Soft-Touch und Anti-Fingerprint-Effekte versprechen eine dauerhaft gut Haptik und Optik. Bei beschichteten Oberflächen bleiben Reproduktionen etwa von Hölzern besonders beliebt. Groß ist aktuell die Nachfrage nach rustikalen Hölzern und andererseits nach Oberflächen im Metallic-Look.

Individualisierung: Viele Neuheiten dienen dazu, die Einrichtung an persönliche Anforderungen anpassen zu können. Das bezieht sich zum einen auf die ganz individuell wählbare Optik und zum anderen auf die Funktionalität – beispielsweise mit höhenverstellbaren Küchentheken und Schreibtischen oder individuell angepassten Bettmodellen.

Offenheit: Geräte oder Arbeitsflächen verschwinden hinter Türen und Laden, Räume werden je nach Anforderung flexibel verbunden oder auch unterteilt. Verbesserte Beschläge und Auszüge für Falttüren und Schubkästen helfen, jeden Quadratzentimeter Stauraum auszunutzen und ihn zugleich besser zugänglich zu machen. So lassen sich beispielsweise die Auszüge von hohen Hängeschränken auf eine komfortable Bedienhöhe herunterfahren.

Urbanisierung: Geringerer Wohnraum erfordert eine optimale Ausnutzung. Möbel werden multifunktionaler und kleiner, ein Sofa wird zum Bett, eine Arbeitsfläche über die Küchenzeile geschoben, ein Sideboard zum Heim-Arbeitsplatz inklusive Sitzmöbel. Und die Bar steckt in der Sofalehne.

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