• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

LASIEREN: So schützt man Holz – und setzt neue Farbakzente

03.08.2021

Egal, ob es sich um einen Gartentisch oder -stuhl, das Carport, den Zaun oder das Gartenhaus handelt: Alles, was aus Holz gemacht ist, benötigt eine Behandlung, also einen Anstrich. Zum einen schützt man es dadurch es vor schädlichen Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit oder Sonneneinstrahlung. Zum anderen lassen sich so farbliche Akzente setzen. Dabei kommen häufig Lacke, aber auch Lasuren zum Einsatz. In diesem Teil der Serie erklären wir den Unterschied zwischen den beiden Anstrichen und zeigen, wie man beispielsweise Outdoor- und Indoor-Möbel richtig lasiert.

Lasieren vs. Lackieren

Sowohl Lasuren als auch Lacke verfügen über dieselben, wesentlichen Inhaltsstoffe – nämlich Löse- und Bindemittel, Pigmente, Füllstoffe sowie verschiedene Hilfsmittel. Der Unterschied liegt jedoch im Verhältnis der Komponenten. Anders gesagt: Lasuren enthalten deutlich weniger Pigmente und Füllstoffe, die für das farbliche Aussehen verantwortlich sind. Deswegen sind sie durchscheinend. Dies bedeutet allerdings nicht, dass sie klar und farblos sind. Im Gegenteil: Heutzutage bietet der Markt eine Vielzahl an leicht pigmentierten Lasuren in einer breiten Farbauswahl an.

Im Gegensatz zum Lack bleibt bei Lasuren die Maserung des Holzes trotz der Farbpigmente sichtbar. Denn während ein Lackanstrich eine geschlossene Farbschicht auf der Oberfläche bildet, dringen klassische Dünnschichtlasuren in das Holz ein.

Gerade alten Möbeln wie Stühlen, Tischen oder Schränken kann man mit einer Lasur einen neuen Glanz verleihen und das Mobiliar – sowohl Indoor als Outdoor – im Handumdrehen in Eigenregie auffrischen.

Das brauchen Sie

 Malerkrepp, Lasurpinsel  Schleifvlies oder Schleifpapier     mit verschiedenen Körnungen  Handschleifer,     Teleskopschleifer oder     Schleifklotz  ggf. Staubschutzmaske, Schutzbrille  Abstauber,    Staubbindetuch  Spachtel  Holzschutzgrund  Lasur  ggf. Farbwanne, Aufrührstab

Und so geht’s:

Schritt 1: Reinigen

Säubern Sie mit einem Staubbindetuch und einem Abstauber beziehungsweise einer Staubbürste die Holzoberfläche von Staub und anderen Verschmutzungen. Sie muss sauber, trocken, frei von Fetten und Spinnweben sein.

Schritt 2: Farbreste entfernen

Im besten Fall wissen Sie, mit was für einer Lasur Sie oder der Vorbesitzer beim vorherigen Anstrich gearbeitet haben: Bei dickschichtiger Lasur sollten Sie die alte Beschichtung komplett abschleifen oder abbeizen, bei dünnschichtiger Lasur reicht es, wenn Sie die Schicht bei einem groben Untergrund mit Schleifvlies, bei glattem Untergrund mit Schleifpapier anschleifen.

Dies funktioniert unter anderem mit einem Handschleifer mit einem ergonomischen Kugelgriff. So lässt sich optimal Kraft übertragen und der Schleifer führen. Schnellspanner sorgen für eine sichere Fixierung und einen leichten Wechsel des Schleifpapiers. Für größere Flächen kann auch ein Teleskopschleifer mit einem entsprechenden Verlängerungsstab verwendet werden.

Mit welcher Körnung Sie arbeiten, hängt natürlich vom Untergrund und der verwendeten Lasur ab, aber empfohlen wird zunächst eine grobe Körnung (80). Dann arbeiten Sie mit 120er- und später 240er-Schleifpapier weiter. Je feiner und glatter Sie schleifen, umso schöner das spätere Ergebnis!

Danach die Oberfläche unbedingt gründlich von Staub befreien!

Schritt 3: Ausbessern

Hat das Holz Schaden genommen, gibt es Löcher oder Fehlstellen, sollten Sie diese prüfen und gegebenenfalls ausbessern. Dazu wird die Stelle zunächst mit feiner Körnung abgeschliffen und dann Holzkitt oder ein Reparaturspachtel für außen (gibt es teilweise im Farbton des jeweiligen Holzes) sorgfältig eingearbeitet. Mit dem Spachtel glätten und abziehen. Nach dem Trocknen die Stelle erneut abschleifen und glätten.

Schritt 4: Abkleben

Kleben Sie Stellen, die nicht gestrichen werden sollen (zum Beispiel Fenster), mit Malerkrepp ab. Das Gleiche gilt für eventuelle Farb-Separierungen (beispielsweise im Schwedenhaus-Stil). Legen Sie den Boden mit Folie aus. Schritt 5: Grundieren, Zwischenschliff und reinigen

Nadelhölzer im Außenbereich sollten grundsätzlich mit einem Holzschutzgrund (Bläueschutz) imprägniert werden. Dieser enthält einen wirksamen Schutz gegen Fäulnis, Bläue und Pilzbefall. Ein Voranstrich mit Holzisoliergrund verhindert unschöne Flecken. Daneben ist entscheidend, mit was für einem Produkt Sie arbeiten: einer Dünnschicht- oder Dickschichtlasur. Bei einem Erstanstrich sollten Sie immer eine Grundierung verwenden, bei einem Folgeanstrich ist dies nur bei Dickschichtlasuren nötig (hier schleifen Sie den Altanstrich ja auch zuvor wieder herunter).

Die Grundierung können Sie beispielsweise mit einer Deckenbürste oder einem Flächenstreicher einarbeiten. Die Lasur sollten Sie dann jedoch unbedingt mit anderem Pinsel auftragen.

Bei einer neuen Dickschichtlasur verteilen Sie die Grundierung nicht zu üppig, aber gleichmäßig. Sie sorgt für einen optimalen Schutz, da das abgeschliffene Holz sehr aufnahmefähig für Flüssigkeiten ist. Dieser Saugfähigkeit wirkt die Grundierung entgegen, sodass die eigentliche Lasur wirklich auf der Oberfläche verbleiben kann. Da die erste und die zweite Lasurschicht nicht optimal miteinander verbunden wären, wenn einfach über die Grundierung gestrichen würde, wird die Oberfläche nach dem Trocknen mit einem Zwischenschliff leicht angeraut: mit feinem Schleifpapier bei glatten, mit Schleifvlies bei groben Untergründen. So werden auch die durch die Lasur aufgestellten Holzfasern wieder geglättet. Dann ist die Oberfläche bereit, eine weitere Farbschicht aufzunehmen.

Anschließend wird die Oberfläche gesäubert und vom Schleifstaub befreit.

Schritt 6: Lasieren

Nun kann die Lasur aufgetragen werden. Wichtig: Sowohl bei dünnschichtigen als auch bei dickschichtigen Lasuren erfolgt das Lasieren immer mit der Holzmaserung! Sonst drohen hässliche Streifen.

Je nach Holzbeschaffenheit sollten Sie diesen Schritt mehrfach wiederholen, bis das Ergebnis zufriedenstellend ist. Wichtig: Die einzelnen Schichten gut durchtrocknen lassen!

 Quelle: DIY Academy/ANM

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.