Mailand - In großer Vielfalt zeigten sich Leuchten bei der Schau „Euroluce“ anlässlich der Mailänder Möbelmesse. Sie setzen Akzente, schaffen Atmosphäre oder sind der Hingucker im Raum.

Möglich wurde die große Bandbreite erst durch das Aus der Glühbirne: „Durch LEDs und neue Technologien haben wir ganz andere Möglichkeiten, Licht zu denken und mit Licht zu arbeiten“, erklärt der deutsche Designer Sebastian Herkner.

Allzu blicken Designer derzeit in ferne Sphären: „Sun – light of love“ heißt eine neue Leuchte von Foscarini. Dafür hat der Designer Tord Boontje 390 Strahlen so angeordnet, dass das Licht im Kern abgeschirmt und zugleich reflektiert wird. Das schafft ein weiches Umgebungslicht und zugleich Akzentbeleuchtung für die darunterliegende Fläche. Das Herz des Universums setzt Arturo Alvarez in den Mittelpunkt seiner Leuchte Aimei – geschützt von einem Rückgrat aus Holz.

Neue Wege geht Artemide: La Linea ist ein flexibler LED-Schlauch, der sich ohne gestalterische Vorgaben an der Wand, der Decke, an einem Fenster und auch überall draußen – in großer Hitze wie auch bei Frost – nutzen lässt. „La Linea kann jede Form annehmen und ist auf viele hundert Meter zusammensetzbar“, erklärt Jacob Lange vom Designstudio BIG.

Ähnlich wie La Linea wirkt zunächst der Entwurf Interweave von Pallavi Dean, ebenfalls für Artemide. Im Zentrum stehen die tragenden Zylinder mit nach unten gerichtetem Leuchtmittel. Sie sind zugleich Halterung für einen LED-Schlauch, Musikbox sowie Temperatur- und Luftfeuchtefühler.

Inspiration bietet auch die Natur: Ingo Maurer lässt in seiner Pendelleuchte „La Festa delle Farfalle“ 34 Schmetterlinge und eine Libelle tanzen. Sebastian Herkner arrangiert seine kugelrunden Stellar-Leuchten für Pulpo zu einer Traube (Stellar Grape). Und Andrea Branzi macht einen roten Apfel zum zentralen Element seiner Stehleuchte „Newton“ für Nemo.