Mainz/Berlin - Zunächst einmal gilt es, Überflüssiges zu erkennen. „Gerümpel ist nicht nur Müll“, sagt Feng-Shui- und Tao-Geomantie-Meisterin Danijela Šaponjicċ. „Es sind meistens Dinge, die wir nicht nutzen, nicht brauchen und vor allem: nicht lieben.“ „Gerümpelecken entstehen immer, wenn es für bestimmte Dinge keine fest definierte Ablage gibt“, sagt Sabine Haag, Ordnungscoach und Bloggerin. Helfen können zum Beispiel Türhaken, Post-Körbchen, Schlüsselbrett.
Um Sachen auszumisten, gibt es viele Vorgehensweisen. Egal, für welche man sich entscheidet: „Grundsätzlich gilt es, sich nicht unter Druck zu setzen“, sagt Šaponjicċ. „Wichtig ist es, Schritt für Schritt vorzugehen und nicht allzu streng zu sich zu sein.“ Gleichzeitig sollte das Entrümpeln auch kein Dauerprojekt werden. Ihr Tipp: sich feste Termine von maximal vier Stunden in den Kalender eintragen, für gute Musik, ausreichend Essen und Getränke und – bei Bedarf – auch für Unterstützung sorgen. „Gehen Sie mit Freude ans Ausmisten – und hören Sie auf, wenn es am meisten Spaß macht. So erhalten Sie sich das positive Gefühl.“
Auch Aufräumberaterin Rita Schilke empfiehlt, klein anzufangen – und zwar genau dort, wo Unordnung und Platzmangel am meisten stören. „Dann ist die Motivation, etwas zu verändern, am größten. Und das erreichte Ergebnis freut hier besonders und spornt an, an anderen Stellen in der Wohnung weiterzumachen.“ Zunächst sollte man nur einen konkreten Bereich wie eine Schublade oder ein Schrankfach angehen. „Räumen Sie alles aus diesem Bereich aus, begutachten Sie jedes Teil einzeln und entscheiden Sie, was damit passieren soll.“
Die aussortierten Gegenstände werden dann in maximal vier Kategorien gestapelt: reparieren und ausbessern, spenden und verschenken, entsorgen sowie unentschieden. Schilke empfiehlt, letztere am Ende noch einmal durchzusehen. Wer sich nicht so schnell entscheiden kann, kann diese Dinge auch in einer Kiste auf dem Dachboden lagern, findet Šaponjicċ. Allerdings für maximal ein halbes Jahr. „Wenn ich bis dahin nichts aus dem Karton benötigt habe, kann er ungeöffnet verschenkt oder entsorgt werden.“
Für das schnelle Ausmisten zwischendurch hat Sabine Haag einen Tipp: Doubletten aussortieren. „Sammeln Sie alle Stifte, Kugelschreiber und Flaschenöffner in der Wohnung ein, behalten Sie nur so viele, wie Sie wirklich brauchen, und geben Sie diesen einen festen Platz.“ Dasselbe Prinzip lasse sich auf viele andere Gegenstände anwenden.
