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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

nachhaltigkeit: „Grüne“ Immobilien sind die Zukunft

20.07.2021

Die Natur liefert Baustoffe, die leicht und stabil sind. Sie kommen zum Beispiel bei Ökohäusern zum Einsatz. Das klimafreundliche Eigenheim liegt im Trend und dürfte künftig immer mehr umwelt- und gesundheitsbewusste Bauherren in den Bann ziehen. Der erste Schritt zum nachhaltigen Haus ist eine genaue Planung, rät Ulrich Bauer, Vorstandsmitglied beim Verband Baubiologie.

„Leben in gesunden Räumen“ ist das Motto Ihres Verbandes. Was bedeutet das genau?

Gemeint ist nicht, dass man in gesunden Räumen gesund wird oder bleibt. Vielmehr bedeutet es, dass – so wie wir uns gesund ernähren – auch das Wohnumfeld dazu beiträgt, gesund zu werden oder gesund zu bleiben. Das heißt, wenn ich meine Regenerationsphasen habe – vor allem nachts –, kann auch mein Körper regenerieren. Das Haus wird dementsprechend möglichst schadstoffarm saniert oder gebaut. Selbstverständlich ist auf das Thema Elektrosmog zu achten, also auf alles, was etwa mit Funk oder elektronischem Strom zu tun hat.

Wie lassen sich dafür seröse Baupartner finden?

Das ist in der Tat sehr schwierig. Zunächst muss man sich als Bauherr im Klaren werden: Was suche ich und welche Qualitäten suche ich? Erst dann kann ich mit der Suche nach einer Baufirma starten. Aber hier sollte man sich nicht blauäugig ins Internet begeben. Dort sind auf ihren eigenen Webseiten alle die Besten. Es bietet sich daher an, für die Qualität der Räume einen Baubiologen hinzuziehen.

Wie sehr liegt ökologisches Bauen derzeit im Trend?

Unser Empfinden ist, dass es immer mehr Menschen werden, die sich darum kümmern, mit welcher „dritten Haut“ sie sich umgeben. Wer sich über Kleidung, Lebensmittel und Kosmetika Gedanken macht, der rückt dann auch nachhaltiges Bauen in den Fokus. Wenn man den Begriff „ökologisch“ nicht weiter definiert, beträgt der Anteil am Gesamtbauvolumen erst 15 Prozent – es ist also noch jede Menge Luft nach oben.

Wie kann man das Bewusstsein bei potenziellen Hausbesitzern für ökologisches Bauen schärfen?

Verbraucher sollten sich vor einem Hausbau oder einer Sanierung genauso tiefgehend informieren wie beim Kauf eines Autos. Bei diesem überlegt man sich auch ganz genau, welche Farbe es haben soll – oder ob zum Beispiel Velourssitze gewünscht sind. Beim Auto kennen sich die meisten aus, beim Haus in der Regel nicht. Hier muss sich ein Bewusstsein erst noch entwickeln. Bei jüngeren Menschen ist es zum Teil schon vorhanden. Das Ziel beziehungsweise die Vision ist, dass die Baubiologie zu einem unumgänglichen Partner wird, wenn es darum geht, Gebäude zu errichten oder zu sanieren.

Welche Vorteile haben Bewohner oder Eigentümer von einer ökologischen Immobilie?

Es hat sehr viele Vorteile. Wenn man es energetisch betrachtet, ist der Energieaufwand für Heizung und warmes Wasser geringer. In puncto Raumklima leben die Bewohner in schadstoffarmen Räumen ohne Elektrosmog.

Wir werden in Zukunft deutlich weniger petrochemische Baustoffe verbauen. Das bedeutet: Ist das Gebäude später mal 50 Jahre oder noch älter und soll saniert oder beseitigt werden, sind die Entsorgungskosten deutlich niedriger – insbesondere dann, wenn nachwachsende Baustoffe zum Einsatz kommen.

Ist ökologisches Bauen grundsätzlich teurer als die herkömmliche Variante?

Schaut man auf die absoluten Kosten pro Quadratmeter Wohnfläche, dann ist es teurer. Aber warum nicht vier Quadratmeter weniger Haus bauen und dafür eine höhere Qualität bekommen? Dann wäre das Budget unverändert. Es ist eine Betrachtungsweise, möglicherweise muss ich mich dafür an einer anderen Stelle einschränken. Mit einer intelligenten Planung kann man das Gebäude nicht teurer werden lassen..

Welche Baustoffe bieten sich besonders für „grüne“ Immobilien an?

Bei den Dämmstoffen haben einjährig nachwachsende Stoffe, wie etwa Hanf und Stroh, viele Vorteile. Holz ist zwar derzeit ziemlich rar und teuer, ist in der Bauindustrie aber in Zukunft ebenfalls ein fester Bestandteil.

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