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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Planung: Herausforderung Tiny House

18.02.2020

„Wenn man ein Tiny House als kostengünstige Alternative zu anderen Wohnformen versteht, kommt man rasch zu der Überzeugung, dass man sich die Umsetzung viel günstiger vorgestellt hat, als sie dann tatsächlich wird“, schildert Esben Fest von der Tiny-House-Group Oldenburg seine Erfahrung. „Günstiger können die Menschen bauen, die ihre eigene Muskelkraft und Zeit in das Vorhaben investieren. Alle anderen müssen tief in die Brieftaschen greifen“, sagt er.

Schaut man auf die verschiedenen Modelle diverser Anbieter, fangen die Preise ungefähr bei 10.000 Euro an – nach oben weit offen. Der Preis ist abhängig vom Umfang der Eigenleistung, ob es ein schlüsselfertiger Bau ist, ob es sich um Fertigbausätze handelt, wie groß bei mobilen Varianten der Anhänger ist sowie von der Innenausstattung. Zudem können Genehmigungen erforderlich sein. Hier raten alle Experten, sich vorab unbedingt mit den zuständigen Baubehörden in Verbindung zu setzen.

„Ob Genehmigungen erforderlich sind, hängt von der Bauart, Nutzung und dem Ort ab“, so der Ingenieur und Tischler Florian Schick. „Zunächst müssen die Parameter klar sein. Geht es um ein dauerhaftes oder temporäres Wohnen? Möchte ich mobil sein? Oder steht das Gebäude dauerhaft?“, nennt er die zentralen Fragen. Dies sind laut Immobilienvermittler H.-Jürgen Korbmacher schwierige Fragen. „Die Genehmigungen sind von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich. Bauämter stehen dem sehr skeptisch gegenüber, weil man meist keine Erfahrung mit diesem Haustyp hat und sich teils in einer ,Grauzone‘ bewegt“, sagt er. Eine Genehmigung werde man in der Regel für den Innenbereich einer Gemeinde erhalten. Ausnahmen seien Campingplätze, Ferien- und Wochenendhausgebiete sowie Tiny-House-Dörfer.

Grundsätzlich muss dabei zwischen den mobilen und festen Bauten unterschieden werden. „Für alle baulichen Anlagen, die im Erdboden verankert sind, gilt das Bauordnungsrecht“, so Korbmacher. Gebäude, die nur vorübergehend aufgestellt werden oder nur für einen vorübergehenden Aufenthalt bestimmt sind, würden in den Bauordnungen meist als Behelfs- beziehungsweise untergeordnete Bauten gelten. In diesem Bereich spiele dann zum Beispiel die Größe des Baus eine maßgebliche Rolle. Oft wird aber ein Wasser- und Abwasseranschluss gefordert, eventuell wie bei Wohnwagen entsprechende Kanister, erläutert der Immobilienvermittler.

Florian Schick, der seinen Fokus auf ökologische Tiny Houses legt, ergänzt einen anderen Aspekt: „Unterhaltungskosten, etwa für Heizung, sind langfristig natürlich günstiger als in einem herkömmlichen Haus.“

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