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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Schlafzimmer: Ideen für schöne Träume

27.08.2019

Der Boom des Boxspringbettes hält weiterhin an. Was macht diese Modelle so beliebt?

Kay Heintzen: Für viele Menschen spielt die Sitzhöhe eine wichtige Rolle. Die meisten Boxspringbetten sind etwas höher gebaut – sie erleichtern dadurch den Ein- und Ausstieg. Allerdings gibt es auch viele andere Betten, die dieses Kriterium erfüllen. Trotz Ihrer Popularität gibt es immer wieder kritische Stimmen bezüglich dieser Betten – beispielsweise werden Luftaustausch und Feuchtigkeitsabtransport durch den fehlenden Lattenrost bemängelt – und dass die Matratzen schwer austauschbar sind.

Was sagen Sie zu solchen Aussagen?

Kay Heintzen: Belüftung ist im Regelfall gar kein Problem, wenn das Boxspringbett fachgerecht gebaut ist. Es gibt natürlich mittlerweile eine ganze Reihe „Blender“ am Markt, die die Matratze auf dünn gepolsterte Spanplatten legen. Abgesehen von der fehlenden Federung sind solche Betten nicht so atmungsaktiv. Sehr hochwertige Boxspringbetten

werden in der Regel mit einem hohen Anteil an Naturmaterialien gepolstert, wodurch das Schlafklima exzellent funktioniert. Es gibt aber auch synthetische Materialien, die gut die Feuchtigkeit transportieren und sehr atmungsaktiv sind. Das Drehen und Wenden ist beim Boxspringbett nicht wesentlich schwerer als bei Kaltschaum. Latexmatratzen sind da viel schwerer zu bewegen. Alles hängt aber jeweils von Bauhöhe und Materialbeschaffenheit ab.

Neben diesem Trendschlafplatz gibt es noch weitere Bettsysteme. Welche sind besonders gefragt, und was spricht für sie?

Kay Heintzen: Nach wie vor führend seit fast 20 Jahren sind Systeme mit Kaltschaummatratzen. Hier unterscheidet man im Wesentlichen durch die Unterfederung (Lattenrost), wie der Anpassungskomfort geregelt wird. Für Menschen mit Rücken- und Liegeproblemen sind vor allem anmessbare Lattenrostsysteme und selbstregulierende Flügelfederungen interessant. Für Menschen, die auf natürliche Komponenten setzen, gibt es neben hochwertigen Boxspringbetten auch Naturlatexsysteme, die in den letzten Jahren wieder stärker gefragt werden. Aber auch das Wasserbett erfreut sich nach wie vor einer großen Beliebtheit.

Was ist eigentlich entscheidender für einen guten Schlaf und wieso – der Lattenrost oder die Matratze?

Kay Heintzen: Würde man an dieser Stelle ausschließlich den bisherigen Empfehlungen der Stiftung Warentest folgen, hätte der Lattenrost keinen bis gar keinen Einfluss auf das Liegen und Schlafen. In Fachkreisen und bei uns steht seit fast 40 Jahren unumstößlich fest, dass der Lattenrost gravierenden Einfluss hat – allerdings immer auch abhängig von der verwendeten Matratze. Bei Kaltschaum und Latex macht der Lattenrost mindestens die Hälfte der Liegequalität aus, teilweise eher mehr. Fest steht: Unter der Matratze sollte eine Federung sein. Von starren Konstruktionen ist gänzlich abzuraten. Denn Matratzen nutzen darauf schneller ab, haben weniger Liegekomfort und eventuell sogar Lüftungsprobleme auf Brettern beziehungsweise Lochplatten.

Was muss ich bei der Auswahl beider Elemente beachten?

Kay Heintzen: Generell empfehlen wir im Vorfeld eines Kaufs die ausführliche Beratung beim Fachmann. Das Bett sollte schlichtweg zum Körper und zu den Schlafgewohnheiten passen. Mittels Körpervermessen, Probeliegen und Sichtprüfung der Liegeachsen kann man die Auswahl schon sehr präzise eingrenzen. Aber wie beim Hausbau das Fundament alles trägt, so ist der Lattenrost die Basis für gutes Liegen. Wenn man da am falschen Ende spart, kann auch eine aufwendige Matratze möglicherweise nicht das bieten, was man erwartet.

Heiß diskutiert ist auch das Thema Einheitsmatratze, die vorrangig über das Netz gekauft wird. Insbesondere alteingesessenen Herstellern gefällt sie nicht. Unter anderem, weil sie nicht kundenindividuell auf den Körper des jeweiligen Käufers abgestimmt sind. Was sagen Sie zu dazu?

Kay Heintzen: Aus unserer Sicht ist es zunächst einmal interessant zu beobachten, wie schnell ein Hype entsteht und warum. Eine Matratze im absolut unteren Preissegment bekam ein extrem gutes Testergebnis. Dies gekoppelt mit einem durchaus pfiffigen Marketing und stark begleitet durch kostenlose Werbung in privaten sowie öffentlich-rechtlichen TV-Sendungen zur besten Sendezeit sorgte für aufregend hohe Nachfrage beim Lieferanten. Was die Leistungsfähigkeit der Matratze betrifft, so ist sie das Geld, was sie kostet, wohl wert – nicht unbedingt mehr. Ob die Matratze zehn Jahre sinnvoll ihren Dienst verrichtet und ob sie die Liegeerwartungen aller Käufer auch wirklich erfüllt, können wir aus der Entfernung nicht sagen. Wir stellen nur fest, dass Kunden mit spezifischen Liege- und Schlafproblemen eher den Fachhandel aufsuchen und individuell ausgewählte, im besonderen Fall angemessene Schlafsysteme bevorzugen.

Wie smart sind heutzutage Betten und andere Elemente des Schlafzimmers?

Kay Heintzen: Das smarte Bett kommt mehr und mehr. Motorisch verstellbare Systeme sind schon lange etabliert und weiter auf dem Vormarsch. Inwieweit alles andere vom Bett aus gesteuert werden muss, wird in der Branche heiß diskutiert. Da wir im Schlaf unser System runterfahren und damit etwas angreifbarer machen, ist es schon sinnvoll, das Thema „Strahlung“ im Blick zu behalten. Schließlich wollen wir uns erholen und nicht stressen. Aber Handy auf dem Nachttisch und W-Lan Router am Kopf können Probleme machen. Und ohne W-Lan funktioniert kein Smarthome. Es wird weiter spannend zu beobachten sein, wie sich die Kunden hier positionieren.

Was für Farben und Stile sind eigentlich angesagt bei Betten, aber auch bei Möbeln?

Kay Heintzen: Die Möbeltrends sind aktuell sehr vielschichtig, weil individuell. Nach der Boxspringwelle kommen verstärkt gradlinige Massivholzbetten aus nachhaltigem Forst gut an. Beliebt sind vor allem astige Versionen wie Wildeiche – gern heller lasiert – oder Kernbuche. Aber auch Nussbaum ist weiterhin gefragt.

Worauf sollte ich beim Einrichten eines großen Schlafzimmers besonders achten – und worauf, wenn mir nur ein kleiner Raum zur Verfügung steht?

Kay Heintzen: In erster Linie sollten kleine Räume nicht mit zu dunklen Materialien bestückt werden, das wirkt drückend und düster. Je kleiner der Raum, umso wichtiger ist eine gute Belüftung des Raums.


     www.bettenhaus-heintzen.de 
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