Offenbach - Herumstehende Schuhe wirken schnell unordentlich. Wenn man dann noch bedenkt, dass Frauen nach Angaben des Deutschen Schuhinstituts durchschnittlich zwischen 17 und 20 Paar Schuhe, Männer zehn und Kinder auch noch einige Paar Schuhe besitzen, ist Stauraum gefragt.
Ein Schuhschrank ist für viele die praktischste Lösung – wenn auch nicht unbedingt die attraktivste. Echte Hingucker gibt es kaum, den Markt dominieren wandhohe Schränke mit und ohne Spiegel sowie schmalere Kommoden mit Kippfächern. „Ein Schuhschrank ist nach wie vor ein Funktionsmöbel“, sagt Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie. Immerhin gibt es die Kommoden und Schränke in unterschiedlichen Materialien: Holz, Metall oder Kunststoff – passend zum Einrichtungsstil.
Viel wichtiger ist es, dass das Möbelstück stabil und gut belüftet ist. „Die Türen und Fächer sollten nicht so dicht abschließen wie bei einem Kühlschrank“, erklärt Geismann. Ritzen und Löcher an den Seitenwänden sind gut. Damit die Luft innerhalb des Schranks zirkulieren kann, sollten die Regalböden auch nicht aus einem, sondern aus mehreren Elementen bestehen. Das Holz sollte am besten unbehandelt, maximal geölt oder gewachst sein.
Geschlossene Schuhschränke schützen den Inhalt zwar optimal vor Staub und UV-Einstrahlung. Sie haben aber oft den Nachteil, dass die Tiefe der Fächer und fest installierte Regalböden nur Platz für bestimmte Größen bietet. Bei Herrengrößen reicht dann meist der Platz nicht mehr. Dann müssen die Schuhe entweder quer hineingestellt oder ein offenes Regal benutzt werden. Sortiert man hier die Schuhe farblich und mit der Spitze nach vorne ein, ergibt das nicht nur ein ansehnliches Bild, auch stoßen die Schuhspitzen nicht an einer Regalwand an.
Egal, ob offenes oder geschlossenes System: Gestapelt oder achtlos hineingeworfen sollten Schuhe dennoch nicht werden. Abgesehen vom regelmäßigen, rigorosen Ausmisten empfiehlt Aufräumcoach Rita Schilke aus Berlin daher, die Auswahl an Schuhen strikt zu trennen. Im Flur sollten nur die Schuhe aufbewahrt werden, die man auch täglich benutzt.
Gelegentlich getragene Schuhe hingegen erhalten einen anderen Platz, zum Beispiel in einem separaten Regal im Ankleidezimmer. „Auf jeden Fall sollten die Schuhe darin nach den diversen Sparten sortiert sein, also Gelegenheiten, zu denen ich sie tragen will“, rät Schilke. Auch saisonale Wechsel können sinnvoll sein. Je nach Jahreszeit werden dann Schuhe, Stiefel oder Sandalen in den Keller ausgelagert. „So habe ich beispielsweise im Sommer alle meine Sommerschuhe schnell und einfach im Zugriff.“
