• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Einbruchschutz: Nicht bei mir? Von wegen!

23.10.2021

Stuttgart Der Fernseher ist schon älter, der Computer auch, und der Schmuck hat mehr emotionalen als tatsächlichen Wert: Muss man da überhaupt in Einbruchschutz investieren? Zumal die Zahl der Einbrüche in Deutschland rückläufig ist. 2019 gab es rund 87 000 gemeldete Delikte. Ein Faktencheck, warum Einbruchschutzmaßnahmen sinnvoll seien können:   

„Bei mir gibt es doch nichts zu holen.“

Bewertung: Der Verlust von Werten ist überhaupt nicht das große Problem für Einbruchsopfer. Es ist die nachfolgende Angst.

Polizisten berichten von der großen Bestürzung der Betroffenen: „Ein Drittel aller Opfer eines Wohnungseinbruchs trägt sich mit dem Gedanken umzuziehen oder zieht tatsächlich um, weil die psychischen Auswirkungen massiv sind“, erklärt Harald Schmidt von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Oft fühlen Betroffene sich zu Hause nicht mehr wohl, weil jemand in die eigene Intimsphäre eingedrungen ist.

Laut der Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“ sind sich durchschnittliche Haushalte dem Wert ihrer alltäglichen Gegenstände oft nicht bewusst – und deshalb unterversichert. Einbrecher suchen sich vor allem Haushalte aus, in die sie schnell reinkommen.  

„Wenn man Kameras aufhängt, lockt das doch erst recht Einbrecher.“

Bewertung: Laut der Initiative „Nicht bei mir!“ ist das Gegenteil der Fall: Sichtbare Alarmanlagen hätten eine abschreckende Wirkung. Oft sei es Zufall, wann und vor allem wo ein Täter zuschlägt. „Der Einbrecher kommt, läutet und schaut, ob jemand zu Hause ist, und ob er beobachtet wird“, berichtet Polizeisprecher Schmidt. „Ist das nicht der Fall, setzt er an einem geeigneten Fenster oder einer Tür an, hebelt sie auf und geht rein. Das alles geht sehr schnell.“  

„Die Urlaubszeit lockt Sonst ist man sicherer.“

Bewertung: „Das ist eine Mär, die sich aber hartnäckig hält“, sagt Schmidt. Statistisch gebe es in der dunkleren Jahreszeit mehr Fallzahlen. Doch man solle keine bestimmte Zeit ausschließen: „Ein Einbruch kann Ihnen auch passieren, während Sie morgens beim Bäcker die Brötchen holen.“  

„wenn Einbrecher es darauf anlegen, kommen sie auch rein.“

Bewertung: Nach Angabe der Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“ sind die wenigsten Einbrecher gut ausgerüstete Profis, sondern vielmehr Gelegenheitstäter. Experten nennen als Zeitlimit fünf Minuten – danach brechen viele ihren Einbruchsversuch ab. Hilfreich sind deshalb Fenster und Türen der Widerstandsklasse RC 2. Sie können Zange und Keilen widerstehen. Und die Technik kann man vergleichsweise günstig nachrüsten.   

„Es wird weniger eingebrochen, ich muss jetzt nichts machen.“

Bewertung: Die Zahl der Wohnungseinbrüche war bis 2015 stark angestiegen – seitdem fällt sie wieder. „Ein Beleg dafür, dass die Sicherungstechnik wirkt, ist auch die steigende Zahl der Versuchsdelikte“, sagt Schmidt. „Man kann hier definitiv eine positive Entwicklung ablesen, aber das ist kein Grund, sich zurückzulehnen und zu sagen, das ist ja nicht so schlimm“, warnt der Polizeisprecher.


Mehr Infos zum Thema:Zahlen und Fakten: ; Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft:   http://dpaq.de/vmylo  oder   http://dpaq.de/oqlni; tipps zum einbruchschutz: www.polizei-beratung.de; tipps zu fenster, balkon- und terrassentür: http://dpaq.de/t4epw 
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.