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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Maßnahmen gegen Lebensmittelmotten immer wieder wiederholen

06.08.2018

Berlin (dpa/tmn) - Lebensmittelmotten sind hartnäckig. Ihre Eier verbleiben unbemerkt in Ritzen, die verpuppten Larven verstecken sich in Falten von Verpackungen und im letzten Winkel der Schränke.

Daher ist es wichtig, die Gegenmaßnahmen über längere Zeit immer wieder zu wiederholen. Dazu rät die Verbraucher Initiative in Berlin. Und zwar so lange, bis kein Befall mehr festzustellen ist.

Bei einem Befall müssen alle betroffenen Lebensmittel weggeworfen werden, und der Abfall sollte direkt in die Mülltonne außerhalb des Hauses kommen. Die Schränke werden dann gründlich gereinigt, Lockfallen für verbleibende Insekten aufgehängt, so die Empfehlungen der Experten. Wichtig zu wissen: Nur die männlichen Tiere werden von Fallen angelockt, jedoch unterbricht man damit die Fortpflanzung.

Auch wenn die Idee für die Küche nicht appetitlich klingt: Es ist sinnvoll, andere Insekten zur Bekämpfung der Lebensmittelmotten einzusetzen. Mikroskopisch kleine Schlupfwespen spüren deren Eier in den Ritzen auf und vernichten diese - und sie sterben selbst, wenn es keinen Nachschub mehr gibt. Auch ätherische Öle wie von Lavendel, Nelke und Zedernholz sollen die Motten vertreiben.

Einen neuen Befall kann man vorbeugen, indem man alle betroffenen Lebensmittel in dicht verschließbare Gefäße gibt, die Schränke regelmäßig aussaugt und -wischt sowie Ritzen und Hohlräume an und in den Möbeln mit einer Dichtmasse verschließt.

Unter der Bezeichnung Lebensmittelmotte werden umgangssprachlich verschiedene Insektenarten zusammengefasst. Dazu gehören etwa die Dörrobstmotte, die Mehlmotte und der Mehlzünsler. Im Großen und Ganzen lässt sich für die Gruppe sagen: Sie mögen Getreideprodukte, getrocknetes Obst und Gemüse wie Linsen sowie zum Beispiel Suppen- und Backpulver und Schokolade.

Für einen Befall muss man sich nicht schämen. Lebensmittelmotten sind kein Hinweis auf mangelnde Hygiene im Haushalt. Vielmehr werden diese oft eingeschleppt durch bereits befallene Lebensmittel aus dem Handel. Sie sollte man daher am besten immer vorher genau anschauen.

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dpa | Verbraucher Initiative

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