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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Wohnzimmer: Bequemlichkeit – Gemütlichkeit – Luftigkeit

20.08.2019

Als eigenständiger Raum existiert das Wohnzimmer kaum noch, stattdessen ist die offene Bauweise zum Standard geworden. Ess- und Wohnbereich sind vereint, oftmals sogar mit der Küche. Und genau diese Fusion hat die Funktion des Raumes beeinflusst – und somit auch die Möbel. „Mit Gästen sitzt man heutzutage nicht mehr auf dem Sofa zum Kaffeetrinken, sondern bevorzugt im integrierten Essbereich am großen Tisch“, weiß Hendrik Lenz, Geschäftsführer vom Wohncenter Nordenham. „Mit seinen Polstergarnituren, Relax-Sesseln und Couchtischen verwandelt sich das Wohnzimmer immer stärker zum Heimkinobereich. Dies hat auch mit dem medialen Wandel zu tun.“

Mit Streamingdiensten wie zum Beispiel Netflix, Amazon Prime oder Sky, in Kombination mit modernen TV-Geräten, ersetzt das heimische Wohnzimmer nämlich immer mehr den Kinobesuch – darauf haben die Möbelhersteller reagiert. „Das Sofa ist schon lange nicht mehr nur Sitzfläche, sondern Multifunktionsmöbel“, erklärt der Experte. Motorische Relax-Funktionen sowie integrierte Ablagemöglichkeiten – zum Beispiel für Getränke, Snacks und Handys, die sogar über integrierte USB-Anschlüsse geladen werden können – sind ihm zufolge dabei gar nicht mehr wegzudenken.

 Vom Sitzmöbel zur Liegewiese

Was die Form angeht, sind trapezförmige Sofas derzeit besonders angesagt. „Denn hier gewährleistet jeder Sitzplatz einen super Blick zum Fernsehgerät“, erklärt Lenz. Große Polsterlandschaften mit riesigen Flächen bieten ebenfalls Raum zum „Langmachen“ vor dem Fernseher.

Wie in vielen Bereichen, sind auch bei der Wahl der Polsterung derzeit Naturtöne gefragt. Aber auch verschiedene Grauvariationen sowie Anthrazit. „Dabei wird im Polster- sowie im gesamten Wohnbereich gerne auf den Landhausstil zurückgegriffen“, berichtet Hendrik Lenz.

Er persönlich empfiehlt übrigens pflegeleichte Ledergarnituren. „Denn sie lassen sich einfach sauber halten und bieten nach dem anfänglichen kalten Gefühl ein sehr angenehmes Sitzklima“, sagt er. „Für den ‚Lederskeptiker‘ gibt es eine tolle Auswahl an Stoffen in täuschend echter Lederoptik. Zusätzliche Imprägnierungen lassen zum Beispiel Flüssigkeiten abperlen.“ Von Kunstleder rät er dagegen ab. „Diese Oberflächen werden gerade durch Lichteinfall schnell brüchig, und wer im warmen Sommer mal länger auf Kunstleder gesessen hat, kennt das unangenehme, backige Sitzgefühl.“

 Technischer Fortschritt beeinflusst Möbel

Der mediale Wandel hat auch Auswirkungen auf andere Elemente. „Den klassischen Fernsehschrank wird es über kurz oder lang nicht mehr geben“, prognostiziert Lenz, da moderne, smarte TV-Geräte immer mehr an der Wand angebracht würden. Zudem werden keine Videorekorder und DVD-Player mehr benötigt. Auch Aufbewahrungsmöglichkeiten für Platten-, CD- sowie DVD-Sammlungen sind passé, weil diese Medien fast gar nicht mehr genutzt werden – Laptop, Smartphone und Tablet haben sie ersetzt. „Und hier kommt auch nochmal das Thema Smart Home ins Spiel“, erklärt Lenz.

Intelligente Systeme beziehungsweise Möbel gehören in der Küche praktisch schon zum Standardrepertoire. Sie ziehen aber auch zunehmend ins Wohnzimmer ein. „So gibt es nicht nur Ablageflächen für die mobilen Endgeräte an den elektrisch bedienbaren Komfortsesseln oder Sofagarnituren. Beleuchtungssysteme bei Schränken oder Vitrinen, häufig mit LED-Stripes, können beispielsweise in das Netz des intelligenten Zuhauses eingebunden und auch per Sprachbefehl gesteuert werden“, erzählt der Unternehmer.

 Wohnwand adé?

Insbesondere, wer auf der Suche nach einem Haus zum Kaufen ist, begegnet ihnen in Bestandsbauten aus den 50er- und 60er-Jahren: den massiven Wohnwänden in „Eiche rustikal“ – ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten. Oder? „Die Stauraumwunder der ‚Eiche- rustikal-Ära“ sind heute in der Tat nicht mehr gefragt“, bestätigt Hendrik Lenz. Allerdings erlebt die Eiche an sich gerade eine Renaissance. „Nachdem andere Hölzer, wie zum Beispiel die Buche, im Trend waren, finden wir heute die Eiche in etlichen Erscheinungsbildern wieder“, erzählt der erfahrene Möbelfachmann. Die Farbpalette geht von naturbelassen über Eiche Bianco bis hin zur Eiche Sägerau. „Tatsächlich ist im Moment alles an Variationen möglich. Ausgenommen ist da wohl lediglich eben die ‚Eiche rustikal‘“, fügt er schmunzelnd hinzu. Gern wird dabei mit Kontrasten durch Lackfronten oder Absetzungen gearbeitet – wie zum Beispiel Schlamm- und verschiedene Grautöne, Weiß, Kupfer und Beton.

Die Eiche feiert also ein Comeback, die gewaltigen Wohnwände als Standardkomponente des Wohnzimmers dagegen nicht. Heutzutage liegt der Fokus eher auf Kommoden. „Durch das veränderte Wohnverhalten geht es dabei wirklich weniger um Stauraum, sondern eher darum, einen optischen Effekt für eine gemütliche Wohnatmosphäre zu schaffen“, erklärt der Chef des Wohncenters Nordenham. „Omas Porzellan lagert eben nicht mehr in den sehr voluminösen Schrankwänden, und auch das traditionelle Barfach ist fast komplett vom Markt verschwunden.“ Wohnwände existieren zwar heute noch, sind allerdings viel kleiner und luftiger. „Der Trend geht eindeutig immer mehr hin zu kleinen Solitärmöbeln“, sagt Lenz. Also einzelnen, kleineren Elementen, die miteinander kombiniert werden.

 Mit Deko zaubern

Neben den klassischen Dekorationsbestandteilen, wie zum Beispiel Blumen und Kerzen, sind mit der Zeit neue ausgefallene Dinge Trend geworden. „Statt vieler kleiner Accessoires werden jetzt eher weniger, dafür etwas größere Elemente genutzt“, sagt Lenz. „Meistens sind es neben schicken Vasen die neumodischen Vintage-Artikel, die einem Wohnzimmer einen einzigartigen Touch verleihen.“

Um in einem offenen Zimmer Wohn- und Essbereich dezent voneinander abzutrennen, braucht es laut Lenz nicht viel. Es reicht bereits, einen Teppich unter der Tischgruppe zu platzieren. „Dieser bricht die Einheit im Fußboden auf. Zudem können Absetzungen zum Beispiel über ein Muster in den Tapeten jeden Raumbereich für sich in seiner Wahrnehmung unterstützen“, rät der Fachmann.

 Nach der Größe richten

Wer ein kleines Wohnzimmer hat, sollte laut des Firmenchefs darauf achten, dass Wände und Decken hell gehalten werden – so erscheinen sie größer. „Die Möbel sollten nicht zu voluminös sein, da sie die Räume sonst optisch erdrücken können“, fügt er hinzu. In großen Räumen ist man da eher flexibel. „Hier sollte auf ein stimmiges Gesamtbild geachtet werden, damit das Zimmer nicht unruhig und dadurch ungemütlich wirkt“, sagt Hendrik Lenz.


Mehr Infos unter   www.wohncenter-nordenham.de 
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