Eine Erstberatung zur Heizungsoptimierung wird landesweit angeboten von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN), der Energieberatung der Verbraucherzentrale, den örtlichen Energieagenturen sowie den lokalen Klimaschutzbeauftragten. In diesem Jahr bildet in dem Gemeinschaftsprojekt die energetische Sanierung der Gebäude den Schwerpunkt. „Sind diese gut gedämmt, dann gibt es beim verbleibenden Wärmebedarf mehr Spielraum für erneuerbare Energien“, sagt Lothar Nolte von der KEAN. „In energetisch sanierten Gebäuden können zum Beispiel Wärmepumpen zum Einsatz kommen, die aus Luft- oder Erdwärme gespeist werden.“

Der Bund hat zum Jahresbeginn neue Förderprogramme auf den Weg gebracht. „Energetische Sanierung und die Nutzung erneuerbarer Energien werden jetzt besonders belohnt“, erklärt Nolte. „So gibt es einen Zuschuss von 35 Prozent der förderfähigen Kosten, wenn etwa Wärmepumpe und Solarkollektoren kombiniert werden.“ Der Neueinbau von Ölheizungen wird nicht mehr gefördert. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hält stattdessen eine Austauschprämie bereit.

Eine wichtige Nachricht ist die deutliche Erhöhung der Förderung für Energieberatungen: Zum 1. Februar wurde sie von bisher 60 auf 80 Prozent des förderfähigen Beratungshonorars angehoben. Weitere Zuschüsse sind bei Kommunen und Bundesländern möglich. Die Anträge müssen vor Beginn der Beratung durch den Energieberater beim BAFA gestellt werden.

Auch der Zuschuss bei einer Sanierung zu einem sogenannten KfW-Effizienzhaus im Gebäudebestand war nie höher – hier sind bis zu 48.000 Euro pro Wohneinheit möglich. Im Neubaubereich hat sich der Tilgungszuschuss bei den zinsgünstigen Darlehen mit KfW-Mitteln zum 24. Januar auf 15 bis 25 Prozent verdreifacht beziehungsweise verdoppelt.