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Bestandsaufnahme Alleen in der Gemeinde weisen viele Lücken auf

Anke Wöbken

Zetel - 315 Baumreihen mit insgesamt 4321 Bäumen hat Diplom-Biologe Dr. Tim Rosskamp außerhalb der Ortschaften in der Gemeinde Zetel gezählt. Rosskamp erarbeitete im Auftrag der Gemeinde ein Alleen-Kataster, das er in der jüngsten Sitzung des Umwelt-und Planungsausschusses der Gemeinde Zetel im Rathaus vorstellte. Als Mindestzahl für eine Baumreihe ging er von fünf Bäumen aus.

Die Baumreihen außerhalb der Ortschaften erstrecken sich zusammen genommen auf eine Länge von 50,2 Kilometern. Rosskamp berücksichtigte in seiner Auflistung alle Bäume auf gemeindlichem Grund, die einen Durchmesser von 30 Zentimetern in Brusthöhe aufweisen. Er bestimmte die Baumart, den allgemeinen Zustand und den Abstand zur Straßenkante. Diese Werte stellte er in einem geografischen Info-System zusammen, das künftig auch über den Internet-Auftritt der Gemeinde einzusehen sein soll. Bäume auf privatem Grund sind in dem System nicht erfasst.

Viele Reihen am Zollweg

In seiner Auflistung unterschied Rosskamp zwischen ebenerdigen Baumreichen und Baumreihen auf Wallhecken. „Auf Geest sind überwiegend Wallhecken zu finden“, erläuterte er. Hingegen sind die Baumreihen auf Moor-Untergrund ebenerdig. 139 ebenerdige Reihen hat er gezählt, sie erstrecken sich insgesamt auf 26,1 Kilometer Länge. Mehr Baumreihen fand er auf Wallhecken, insgesamt 179, doch deren Gesamtlänge errechnete er mit 24,1 Kilometern.

Als Beispiele für Straßen mit Baumreihen nannte Rosskamp den Lehmweg, Waterwisch, Stroje Damm und die Röbendiekenstraße. Als die Zeteler Straße mit den meisten Baumreihen führte er den Zollweg mit 25 Reihen an.

„Richtig tolle Alleen habe ich nicht gefunden“, meinte Rosskamp jedoch. „Die Alleen weisen immer wieder Lücken auf – sie sind nicht so wie zum Beispiel die Alleen im Bundesland Brandenburg.“

Rosskamp regte an, in der Gemeinde auf Dauer die Lücken in den Baumreihen zu schließen. Dafür würde sich auch die Anpflanzung von Obstbäumen eignen. Zudem werden die Bäume nach seinen Angaben „oft sehr viel beschnitten, schon auf Vorrat beschnitten. Wenn ich das sehe, blutet mit das Herz“, sagte er. Die Bäume sollten seiner Meinung nach „nicht nur Pinselform“ aufweisen.

Hinweis aufgenommen

Rosskamp hatte nach Ausführungen von Bürgermeister Heiner Lauxtermann den Auftrag, eine Bestandsaufnahme für die Gemeinde zu erstellen. „Uns war nie klar, was wir denn haben“, sagte er. Den Hinweis des Biologen, die eine oder andere Baumreihe zu ergänzen, fand Lauxtermann „nicht schlecht“.

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