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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Zetel

Rundes Moor: Es geht nicht nur um ökologische Aspekte

27.09.2013

Zetel In Sachen Rundes Moor in Zetel sind nach Ansicht der Interessengemeinschaft zur Erhaltung des Runden Moores (IG) in Kürze wichtige Entscheidungen der Verwaltung und der Politik zu erwarten, betonen Elisabeth Brandt und Peter Ossenfort im Namen der IG.

Anfang des Jahres hatte der Fachausschuss der Gemeinde Zetel die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Runde Moor im beschleunigten Verfahren und ohne Durchführung einer Umweltprüfung beschlossen. Nach Vorstellung der Verwaltung sollte das Gebiet bereits im Frühsommer des Jahres baureif sein. „Wir schreiben es auf unsere Fahne, dass auf Druck des Landkreises schließlich doch eine sachgerechte Untersuchung der Natur in Auftrag gegeben und eine Auskunft des Landesamtes für Denkmalpflege eingeholt wurde“, heißt es seitens der IG.

Die IG habe alle Argumente gegen die geplante Wohnbebauung im Runden Moor bei der Gemeindeverwaltung vorgetragen und erwartet in diesem Herbst das Abwägungsverfahren, in dem auch die Ergebnisse der Untersuchungen einfließen werden, berichtet Peter Ossenfort. „Wir wissen auch von weiteren Einwendungen anderer Bürger, über die entschieden werden muss.“ Es gehe dabei nicht nur um ökologische Aspekte wie die Erhaltung der vielen alten Eichen auf den Wallanlagen, um das Gelände oder den Schutz der Fledermäuse, die dort ihre Reviere hätten, sondern auch um Fragen der Entwässerung oder der Zuwegung. Ein ganz wichtiges Argument sei schließlich die archäologische Bedeutung des Runden Moores.

Wie Detlef Kant von der Gemeindeverwaltung gegenüber der NWZ  erklärte, gab es kürzlich zum Runden Moor ein Gespräch mit Fachleuten im Rathaus. Daran hätten unter anderem das Landesamt für Denkmalschutz, die Untere Naturschutzbehörde, die Untere Denkmalschutzbehörde sowie der von der Interessengemeinschaft ausgewählte Pingo-Fachmann Axel Heinze teilgenommen. Die Gemeindeverwaltung werte die einzelnen Stellungnahmen nun aus. Die Zukunft des Runden Moores hänge davon ab, ob es sich um eine Pingo-Fläche und damit ein schützenswertes Bodendenkmal handelt oder nicht, erläuterte Kant. Es gebe zwar schon Bodenproben aus den Bohrungen zur Untersuchung des Baugrundes, unter Umständen werde aber erneut gebohrt, um weitere Bodenproben zu nehmen. Die Interessengemeinschaft ist davon überzeugt, dass es sich beim Runden Moor um eine Pingo-Ruine aus der Eiszeit handelt und möchte sie erhalten.

„Wir sehen aber auch mit Spannung auf das Ergebnis der rechtlichen Überprüfung des bisherigen Verfahrens durch den Landkreis Friesland als Kommunalaufsichtsbehörde“, betont Elisabeth Brandt und erinnert an die Anrufung der Kommunalaufsicht durch die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in Zetel im Frühjahr des Jahres (NWZ  berichtete). Die Fraktion der Grünen hatte mit ihrer Beschwerde beim Landkreis eine unzureichende Informationsweitergabe durch die Verwaltung der Gemeinde Zetel an den Fachausschuss und die Mandatsträger gerügt und die Rechtmäßigkeit der Entscheidung des Fachausschusses in Frage gestellt.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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