Astederfeld - Im Juni des Jahres 2010 berichtete die NWZ unter der Überschrift „Viele Badelustige missachten Verbotsschilder“ über die Verhältnisse am Königssee in Astederfeld. Der See ist Eigentum der Gemeinde, sämtliche Uferbereiche, die nicht als Badestrand ausgewiesen sind, hat der Angelverein gepachtet. Doch das scheint so mache Gäste am See nicht zu interessieren – so war es 2010 und so ist laut Aussage von Olaf Oetken von der Gemeinde Zetel leider auch heute noch. Aber eines hat sich geändert: Die Gemeinde macht es den Falsch-Badern mittlerweile unbequem am Königssee.
„Wir haben die Ufer, die nicht zum Baden freigegeben sind, eher unattraktiv gestaltet: An der Kreisstraße ist mittlerweile absolutes Halteverbot, da kann also niemand mehr parken. Und dort wird auch immer mal kontrolliert. Dort wo vorher Sandstrand war, haben wir außerdem Sträucher abgelegt und auch Muttererde ausgebracht“, sagt Olaf Oetken. „Das ist da jetzt alles nicht mehr ganz so schön, wie es mal war.“ Die Maßnahmen wurden 2012 und 2013 durchgeführt. Ziel ist, dass es sich niemand mehr auf der falschen Uferseite bequem macht. Dieses Ziel hat auch der Sportfischerverein. Der Vorsitzende Ingo Frerichs kündigt sogar an, dass der Verein an den Uferbereichen, die nur von befugten Anglern genutzt werden sollen, Disteln pflanzen wird.
Von rücksichtslosen Besuchern am Königssee ist Ingo Frerichs enttäuscht. „Wir haben da immer viel Müll liegen, unsere Jugendgruppe räumt das jedes Mal alles wieder auf. Das kann so auch nicht weitergehen.“ Am nicht zum Baden freigegebenen Ufer würden außerdem immer wieder Wasserpflanzen zertreten und die Fische gestört. Verbotsschilder seien häufig beschädigt. Ingo Frerichs wünscht, dass Menschen, die Unrat hinterlassen oder etwas kaputt machen, das Ufer gar nicht mehr aufsuchen. An die Hundebesitzer appelliert er, Rücksicht auf die Angler zu nehmen.
Alles in allem sei das Falsch-Baden weniger geworden, sagen Olaf Oetken und Ingo Frerichs. Es habe in diesem Jahr auch noch keinen Grund gegeben, die Polizei hinzuzuziehen – im Gegensatz zu den vergangenen Jahren.
