Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Beratungsstelle Grüne wollen Arbeitslose unterstützen

Zetel - Die Arbeitsloseninitiative (Ali) Friesland-Wilhelmshaven ist nach Ansicht der Grünen in Zetel als Selbsthilfe- und Beratungsorganisation wichtig für Menschen in schwierigen finanziellen und persönlichen Lebenslagen. Sie berät nach eigenen Angaben 80 bis 100 Zeteler Bürger. Deshalb solle die Gemeinde ihren Grundsatzbeschluss aus dem Jahr 1995, die Ali nicht zu unterstützen, ändern. Der Sozialausschuss der Gemeinde konnte sich noch zu keinem Votum durchringen und verwies das Thema zur weiteren Beratung in die Fraktionen.

Bürgermeister Heiner Lauxtermann lehnt auch weiterhin einen Zuschuss ab. „Wir sollten kein Fass aufmachen für Institutionen, die hier nicht ansässig sind.“ Die Aufgaben, die die Ali wahrnehme, sei keine Aufgabe der Gemeinde Zetel, sondern des Landkreises. Zetel habe die IAV-Stelle, sie biete Hilfe bei Notlagen in den Bereichen Prävention, Familie, Erziehung, Schule, Zusammenleben in der Gemeinde, Arbeitslosigkeit oder auch Sucht an.

Der Landkreis hat für 2013 im Haushalt 3000 Euro für die Ali eingeplant. Jahrelang wurde nichts gezahlt, weil freiwillige Leistungen gestrichen worden waren, um den Haushalt zu sanieren. In früherer Jahren hatte die Arbeitsloseninitiative schon mal Geld vom Landkreis erhalten.

Kommunen helfen

Das Argument mit der Zuständigkeit will Stefan Martens von den Grünen nicht gelten lassen, da auch andere Kommunen in Friesland die Ali unterstützten. Aufgrund ihrer durch Fortbildungen gesicherte Beratungsqualität stelle die Ali eine Ergänzung zu den kommunalen Beratungsdiensten dar, trage zu deren Entlastung bei und biete den Betroffenen eine „zweite Meinung“.

Die Arbeitsloseninitiative ist nicht jedem Mitglied im Sozialausschuss bekannt, wie Ulf Lange (CDU) meinte. Nach Ansicht von Hans Bitter (SPD) müsste die Ali erst einmal Zahlen auf den Tisch legen. Jörg Mondorf brachte die Möglichkeit ins Spiel, das Mehrgenerationenhaus der Ali als Beratungsraum zur Verfügung zu stellen. Erst solle jedoch weiter darüber in den Fraktionen zu beraten.

Die Arbeitsloseninitiative Wilhelmshaven/Friesland hat sich an eigenen Angaben 1993 durch „das unsoziale Vorgehen der Bundesregierung“ zusammengefunden und will „die ständig wiederkehrenden Streichungen in der Sozialgesetzgebung“ beeinflussen. Um diese Dinge in einem offiziellen Rahmen angehen zu können, wurde 1994 der gemeinnützige Verein der Arbeitslosen in Wilhelmshaven/Friesland gegründet.

Information und Hilfe

Die Ziele sind Beratung, Information, Hilfestellung im Sozial- und Arbeitsrecht (Arbeitslosengeld, Grundsicherung, Wohngeld, Kündigungen, Arbeitszeugnisse, Erziehungszeit, Mutterschaft). Beraten werden Arbeitslose und Sozialhilfeberechtigte, von Erwerbslosigkeit bedrohten Personen, Betriebsräte, Personalräte, Betriebe Arbeitnehmer ohne Interessenvertretung sowie Bürger, die Hilfe benötigen. Beratungsbüros gibt es in Jever, Sande, Schortens, Varel, Wilhelmshaven.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Mit Bildergalerie
Otto und seine Jungs sorgten am ersten Tag des Saterland Open Air für Stimmung.

ERSTER TAG DES SATERLAND OPEN AIR Torfrock und Otto mit den Friesenjungs rocken Bühne in Ramsloh

Ramsloh
Wills Woche

BUCH DES AFD-SPITZENKANDIDATEN KRAH „Politik von rechts“? Politik gegen die Freiheit!

Alexander Will
Interview
Niels Bötel (Mitte) spricht mit seinen Spielerinnen. Der VfL Oldenburg hat die Bundesliga-Saison auf Rang sieben abgeschlossen und war beim Final-Four-Turnier dabei.

HANDBALL-TRAINER NIELS BÖTEL IM INTERVIEW „Meine Aufgabe beim VfL Oldenburg ist noch nicht erledigt“

Otto-Ulrich Bals
Kleine Kinder haben Fragen zu Schwangerschaft, Geburt und Stillen. In Oldenburg wollen Hebammen Unterrichtsstunden zu diesen Themen in den vierten Klassen geben.

PILOTPROJEKT IN OLDENBURG Schwangerschaft, Geburt und Stillen – Was Grundschüler bei Hebammen lernen

Anja Biewald
Oldenburg
Analyse
Bundeskanzler Olaf Scholz besucht den Katholikentag in Erfurt

SPD-WAHLKAMPF ZUR EUROPA-WAHL Zieht der Kanzler im Osten?

Kerstin Münstermann Büro Berlin
Delitzsch