Zetel - Von Haus zu Haus ziehen werden Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Realschule Zetel in der nächsten Woche. Sie wollen um Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge bitten, damit dieser auch künftig seine Aufgaben erfüllen kann. Zetels Volksbund-Vorsitzender und Bürgermeister Heiner Lauxtermann begründete die jährlich stattfindende Aktion damit, „dass wir in Deutschland keine staatliche Institution haben, die sich um die Pflege der Gräber kümmert“. Lauxtermann war am Donnerstag in die Schule gekommen, um die Jugendlichen einzustimmen. Sie werden in Zetel in sieben Bezirken und in Neuenburg in fünf an den Haustüren klingeln, und zwar möglichst dort, wo sie auch wohnen, wie Schulleiterin Heike Neumann erklärte. Dass die Sammlung später als andernorts stattfindet, begründete der Bürgermeister mit dem Zeteler Markt: „Da hättet ihr niemanden zu Hause angetroffen.“

„Der Volksbund betreut im Auftrag der Bundesregierung die deutschen Kriegsgräber im Ausland. Er ist weltweit der einzige Verein, der diese originär staatliche Aufgabe weitgehend aus Beiträgen und Spenden erfüllt. Ein Ende dieser Arbeit ist vor allem in den Ländern Osteuropas nach wie vor nicht abzusehen“, machte die Schulleiterin deutlich.

Zurzeit betreue der Volksbund die Gräber von über 2,4 Millionen Kriegstoten auf 824 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten. Die Teilnahme an der Sammelaktion bedeute für die Schülerinnen und Schüler ein zusätzliches soziales Engagement. Dieses Engagement werde offiziell durch ein Zertifikat bestätigt, das die Gemeinde ausstelle. Außerdem gebe es einen Eintrag bei den Bemerkungen im Zeugnis und das soziale Engagement könne auch in die Note für das Sozialverhalten einfließen. Die Jugendlichen jedenfalls würden in der nächsten Woche sehr motiviert an ihre Aufgabe gehen. Rückfragen zur Arbeit des Volksbundes oder zu der Sammelaktion beantworten Wolfgang Wieland als Ansprechpartner der Schule, Telefon 04453/3112, und Tina Uphoff für die Gemeinde Zetel, Telefon 04453/93 52 21.