NEUENBURG - Der Heimatverein Neuenburg arbeitet weiter an der Restaurierung des Harms-Hus in Neuenburg. Das historische Gebäude an der Westersteder Straße wird von Grund auf saniert, und man kann auch erheblichen Baufortschritt erkennen.

Zurzeit wird das Mauerwerk an der Südwest-Seite erneuert – eine Menge Arbeit für die Ehrenamtlichen. Der Heimatverein hat von der Behörde für Geoinformation, Liegenschaften und Landesentwicklung (GLL) einen Zuschuss von 25 000 Euro bewilligt bekommen. Allerdings wird dieser Zuschuss erst nach Beendigung der Baumaßnahmen ausgezahlt.

Der Heimatverein als Eigentümer des Hauses hat darum die Gemeinde gebeten, den Betrag als zinslosen Vorschuss zu gewähren. Ohne weitere Aussprache billigten die Mitglieder des Jugend-, Kultur- und Sportausschusses diesen Antrag.

Das Harms-Hus war erstmalig 1792 im Brandkassenregister erwähnt. Es hat viele Eigentümer und Verwendungen (u.a. Tischlerwerkstatt, Landwirtschaft) erlebt. Letzter Besitzer war der Tischlermeister Fritz Harms, der mittlerweile verstorben ist. Das Zwei-Ständer-Bauernhaus wurde seit längerem nicht mehr genutzt und bedarf einer erheblichen Renovierung – die rückwärtige (Südsot-)Fassade drohte umzustürzen.

Mit erheblichem Aufwand haben Freiwillige des Heimatvereins das Haus ausgeräumt und entkernt. Der Heimatverein Neuenburg möchte es erhalten und ihm eine neue Verwendung geben. Es könnte dem Heimatverein Neuenburg als Arbeitsraum, Archiv und Büro dienen.

Außerdem könnte es Begegnungsräume beherbergen und der Pflege der plattdeutschen Sprache durch Lese- und Gesprächsabende dienen. Eine Zusammenarbeit mit dem Niederdeutschen Theater Neuenburg und anderen Neuenburger Institutionen sei vorstellbar, so der Heimatverein. Das Thema und die Beschlussempfehlung aus dem Ausschuss steht auf der Tagesordnung, wenn an diesem Donnerstag der Rat im Schloss Neuenburg zusammentritt (19 Uhr).