ZETEL - Die Umwelt- und Planungsausschuss des Rates ist sich einig. Die Entscheidung ist einstimmig gefallen.

von matthias eichler

ZETEL - Zu Beginn des Raumordnungsverfahrens für die geplante Küstenautobahn A 22 hat der Umwelt- und Planungsausschuss der Gemeinde Zetel eine einstimmige Entscheidung getroffen. Demnach sollte sich die Gemeinde für die A 22 entscheiden. Bevorzugt wird im Einvernehmen mit dem Landkreis Friesland eine Trassenvariante, die ihren Schnittpunkt mit der Bundesautobahn 29 in Höhe Heubült/Wapeldorf hat: die so genannte „Heubült-Variante“.

„Es ist eine wichtige Infrastrukturmaßnahme, von der auch der hiesige Raum wirtschaftlich profitieren wird“, betonte Gemeindedirektor Heiner Lauxtermann. „Wir dürfen von der Entwicklung nicht abgeschnitten werden“, pflichtete Ratsmitglied Jürn Müller (CDU) ihm mit Blick auf den geplanten Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven bei. Der zukünftige Betreiber habe schon Zahlen genannt. „Und das sind keine Traumzahlen, sondern Fakten“, meinte auch Erster Gemeinderat Bernd Hoinke.

Dass mit dem Bau der Küstenautobahn künftig das Geld für „kleinere“ Verkehrsprojekte wie Umgehungsstraßen oder Radwege fehle, gab Uwe Koopmann (Linksbündnis Friesland) zu bedenken. Nach Meinung des Ratsmitglieds, das im Ausschuss allerdings nicht stimmberechtigt war, werde die verkehrspolitische Notwendigkeit und Finanzierbarkeit nicht ausreichend hinterfragt. Er plädierte dafür, in ein Abwägungsverfahren einzusteigen, das Vor- und Nachteile für die Gemeinde bewertet.