ZETEL - Ihr Terminkalender ist auf Monate hinaus ausgebucht, Grundschulen und Kindergärten bilden das Hauptklientel: Jetzt waren Uwe Wispeler und Jürgen Paul von der Pädagogischen Puppenbühne der Polizei (PäPP) zu Gast in der „Alten Schule Marschstraße“ in Zetel, um die Mädchen und Jungen des Kindergartens Südenburg mit spielerischen Mitteln über Verkehrsgefahren und Gewalt aufzuklären. Neu in der Runde: Annelie Bülter, die in den „Stücken“ die Mädchen-und Frauenrollen spricht. „In anderen Bühnen verstellen in solchen Fällen Polizeibeamte ihre Stimme, aber das finden wir nicht so gut“, sagen Wispeler und Paul, und so ist neben Bianca Stutz, die schon lange dabei ist, nun auch Annelie Bülter mit von der Partie.

Wie lange die Puppenbühne die Zeteler Südenburgkinder oder die des Kindergartens im Neuenburger Schloss schon mit spielerischen Mitteln auf richtiges Verhalten im Straßenverkehr einstimmt, können die Beamten gar nicht mehr sagen. Und auch Kindergartenleiterin Elfriede Mikulka, die längst mit Wispeler und Paul per Du ist, weiß es nicht mehr so genau. Gleichwohl ist sie begeistert von dem Engagement und dem Improvisationstalent der Puppenspieler und entsprechend fällt auch ihr Lob aus.

Rund 250mal im Jahr treten Wispeler, Paul, Stutz und Bülter im Bereich der Polizeidirektion Oldenburg vor Kindern auf. An „normale“ Polizeiarbeit wie Streife fahren ist dabei gar nicht mehr zu denken zumal die Wege, die das Team in manchen Fällen zurückzulegen hat, lang sind. „Manchmal müssen wir für eine Fahrt schon zwei Stunden rechnen, hin und zurück sind das dann schon vier, da bleibt nicht mehr viel“, sagt Wispeler.

An der Spielfreude der Polizeibeamten ändert das nichts, sie haben jahrelange Erfahrungen, sind wahre Könner im Improviseren, beweisen Einfühlungsvermögen und können sich immer wieder nahtlos auf ihre kleinen Zuschauer, deren Fragen oder Bemerkungen einstellen. Das haben sie nun einmal mehr in Zetel gezeigt.