• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Zetel

Blumenpracht hat ihren Preis

03.08.2018

Zetel Ein wahrer Augenschmaus sind die Beete an den Straßen und auf den Verkehrsinseln in Zetel und Neuenburg – doch es konnte ja keiner ahnen, dass es den ganzen Sommer über kaum regnen würde. Um die Blütenbegonien, Verbenen, Kapmargeriten, Petunien, Storchenschnabel und Waldsteinien vor dem Hitzetod zu bewahren, sind jetzt mindestens zwei Mitarbeiter des Bauhofs jeden Tag nur damit beschäftigt, die Beete zu gießen.

„Hätten wir gewusst, dass der Sommer so trocken wird, hätten wir vielleicht etwas robustere Pflanzen ausgewählt“, sagt Dennis Wardenburg, Gärtner und Mitarbeiter des Zeteler Bauhofs. Doch weil in diesem Jahr ohnehin die ganze Erde in den Beeten ausgetauscht und nährstoffreiche Blumenerde aufgebracht werden musste, hatten sich die Bauhofmitarbeiter für eine besonders farbenprächtige Bepflanzung entschieden, ganz zur Freude der Bürger. „Der Zuspruch war wirklich groß“, sagt Patrick Schwarze vom Bauhof.

Jetzt kriegen die Pflanzen von allen Seiten die brennende Hitze ab: Die Sonne kommt von oben und wird an den Seiten der Beete vom Asphalt reflektiert.

Auch rund 150 junge Bäume, die die Gemeinde vom Zeteler Esch bis Neuenburgerfeld gepflanzt hat, wären dem Hitzetod geweiht, würden sie nicht ständig gegossen werden. Das übernehmen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr ehrenamtlich nach Feierabend.

Insgesamt müssen die Blumen in den Beeten und die jungen Bäume täglich mit mehr als 10 000 Litern Wasser gegossen werden. Das Wasser dafür kommt zum Teil aus dem Leitungsnetz und zum Teil aus dem Zeteler Naturbad. Zetels Erster Gemeinderat Bernd Hoinke sagt: „Wir wässern absolut mit Bedacht, wir wollen kein Wasser verschwenden. Aber wir können vor allem die jungen Bäume ja nicht einfach sterben lassen.“ Wann immer es geht, werde Wasser aus dem Naturbad gepumpt. Das allerdings sei auch eine logistische Herausforderung, besonders, weil derzeit natürlich unglaublich viele Menschen in dem See baden. Der Wasserstand dort sei im übrigen schon „katastrophal niedrig“. Ob er sich wieder erholt, hänge von der Niederschlagsmenge ab, die der nächste Winter bringt, sagt Bernd Hoinke.

Für die Bewässerung der Bäume und Pflanzen will die Gemeinde jetzt prüfen, ob die Möglichkeit besteht, das geklärte Wasser aus der Kläranlage zu benutzen.

Für die Mitarbeiter vom Bauhof ist das Gießen nicht nur aufwendig, sondern auch nicht ungefährlich: Sie stehen dafür nicht nur auf dem Ohrbült mitten auf der Straße. Dort müssen die Beete mit Gießkannen gewässert werden, weil der Wasserschlauch nicht einfach quer über die Fahrbahn gelegt werden kann – das würde vor allem Roller- und Motorradfahrer gefährden. „Es wäre aber sehr schön, wenn Auto- und Lastwagenfahrer Rücksicht auf uns nehmen und etwas langsamer fahren würden“, sagt Bauhof-Mitarbeiterin Melanie Ritter.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2506
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.