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Aktualisiert vor 4 Minuten.

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Wasserschutzpolizei: Polizisten sind den Müll-Sündern auf der Spur

11.04.2018

Brake Es ist ein typischer Wintermorgen in Norddeutschland. Ein kalter Wind fegt über den Deich, graue Wolken ziehen am Himmel vorüber, ein großes Boot tanzt am Ufer auf den Wellen.

Der Wahlpflichtkurs „Schülerzeitung und Medienkunde“ des Jahrgangs 10 von der Oberschule Elsfleth ist bei der Wasserschutzpolizei in Brake. Die Polizisten Christian Hüllbrock, Uwe Hadeler und Kurt Baumgardt heißen die Schülergruppe an Bord des Einsatzbootes willkommen und erklären, was den Alltag in ihrem Beruf ausmacht.

Boote kontrollieren

Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die jeweils zugewiesenen Wasserflächen, Häfen, Löschstellen, Kajen, Schleusen und Anleger, sowie die hier fahrenden Schiffe und Boote zu kontrollieren. Dies ist sehr wichtig, da auch hier viele Verstöße gegen Gesetze stattfinden.

Jährlich werden hunderte Schiffskontrollen an Bord der See- und Binnenschiffe durchgeführt. Dabei werden sehr viele Straftaten und Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Hierzu gehören unter anderem Verstöße gegen Vorschriften zum Schutz der Meeresumwelt, Schiffsüberladungen, Verletzungen von Sicherheitsvorschriften oder auch rücksichtsloses Fahren auf dem Wasser. „Auch bei uns auf dem Wasser ist der Verkehr durch Vorschriften geregelt, an die sich jeder halten muss. Manchmal müssen wir, wie unsere Kollegen an Land auch, den Schiffsverkehr jedoch auch regeln“, erklärt Baumgardt.

Aber nicht immer kann die Wasserschutzpolizei rechtzeitig Schiffsunfälle verhindern. Uwe Hadeler: „Vor weiteren Ermittlungen müssen wir Einsatzkräfte dann zunächst Personen retten und die Schiffe zügig bergen. Die Wasserstraße muss unter Umständen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Revierzentralen gesperrt und Treibgut schnell aus dem Wasser entfernt werden um größeren Schaden zu verhindern.“

In den letzten Jahren ist das Ermitteln von illegalen Müllentsorgungen in das Meer stark in den Fokus der Wasserschutzpolizei gerückt. Immer wieder ist bei den Schiffskontrollen festzustellen, dass Schiffsbesatzungen ihren Müll kostenlos, aber illegal, auf dem Wasser entsorgen.

Auch das Einleiten von Schmutzwasser, welches zum Beispiel beim Reinigen der Schiffsladeräume anfällt, macht dabei einen erheblichen Anteil aus. „Leider erwischt man die Schiffsbesatzungen nicht immer in flagranti. Früher war es schwierig, die illegalen Müllentsorger zu ermitteln. Dank moderner Technik ist dies für uns heute viel einfacher“, so Baumgardt. Über ein sogenanntes AIS (Automatic Identification System) kann per Satellit die Route jedes einzelnen Schiffes dokumentiert werden. Noch Tage später kann man so im Rahmen der Ermittlungen herausfinden, welches Schiff sich zu welchem Zeitpunkt wo aufgehalten hat.

Fünf Menschen gerettet

Zum Schluss muss Nancy unbedingt noch eine wichtige Frage stellen. „Erinnern Sie sich an einen ganz besonderes Ereignis während ihrer Tätigkeit?“ Baumgardt überlegt kurz, dann fällt ihm eine Geschichte von einem ruhigen Sonntagnachmittag ein. „Es regnete stark und ich entschied mich, mit meinem Kollegen eine Runde mit dem Einsatzschlauchboot zu drehen. Bei dieser Streifenfahrt fanden wir zufällig ein gekentertes Ruderboot und konnten so fünf Menschen retten, die sich in Lebensgefahr befanden.“

Der Wind nimmt an Stärke zu. Mittlerweile hat es angefangen zu schneien. Die Schüler verlassen das Einsatzboot der Wasserschutzpolizei. Ihr Blick fällt auf eine Plastikflasche, die in Ufernähe auf der Weser treibt. „Es ist nicht nur Aufgabe der Wasserschutzpolizei, unsere Gewässer zu schützen – jeder von uns muss seinen Beitrag dazu leisten“, resümiert Lena.

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