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NWZonline.de Zisch

Früh in die Rolle eines Journalisten schlüpfen

07.05.2020

Grant Hendrik Tonne, Kultusminister des Landes Niedersachsen

Die Corona-Pandemie ist derzeit das alles beherrschende Thema. Wir alle sind von der aktuellen Krise in eine Ausnahmesituation versetzt worden. Fast täglich ergibt sich aus der dynamischen Entwicklung eine neue Sachlage. Wir müssen uns immer wieder neu orientieren und Sachverhalte evaluieren, umdenken, neue Wege gehen.

Das gilt für jeden einzelnen für uns, für die Bürginnen und Bürger, Politikerinnen und Politiker, und insbesondere auch für die Medienschaffenden. Sie recherchieren, bewerten Sachlagen und bereiten die zahlreichen Informationen fast stündlich neu auf. Gerade in Krisenzeiten, wo Informationen – ob richtig oder falsch - quasi überall erhältlich sind, ist eine gut recherchierte Berichterstattung von hoher Bedeutung. Vor allem in Notlagen ist die Veröffentlichung gesicherter Fakten durch Rundfunk und Presse elementar! In der Ära von „Fake News“ und gezielten Desinformationskampagnen bilden eine Berichterstattung, die auf Fakten basiert, sowie eine kritische Medienöffentlichkeit mit das Rückgrat einer Demokratie.

Tageszeitungen sind ein gutes Beispiel für das Erlernen von Medienkompetenz: Redakteurinnen und Redakteure recherchieren, wählen Inhalte aus, sie hinterfragen Sachverhalte und bohren nach, wenn etwas unverständlich ist. Diese Arbeit verlangt Kompetenz, Genauigkeit und viel Engagement. Wie überall sonst gilt auch für diesen Beruf: Früh übt sich, wer ein Meister seines Fachs werden will.

Die Kooperation mit einer Zeitung im schulischen Kontext bietet Schülerinnen und Schülern daher eine gute Möglichkeit, schon früh selbst in die Rolle eines Journalisten zu schlüpfen. Sie recherchieren, schreiben Artikel oder Kommentare. Mit der Aufbereitung der Informationen, dem Einüben von Rechercheabläufen sowie der verständlichen Vermittlung von Inhalten lernen die Schülerinnen und Schüler Meinungsbildungsprozesse kennen.

Für dieses Engagement danke ich der Nordwest-Zeitung, den Redakteurinnen und Redakteuren sowie den beteiligten Lehrkräften. Sie ermöglichen es auch in diesem außergewöhnlichen Jahr, dass Schülerinnen und Schüler Zeitung aktiv mitgestalten können und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Medienbildung. In Krisenzeiten wird diese mehr gebraucht denn je.

Tanja-Vera Asmussen,

Vorstandsmitglied der

Landessparkasse zu Oldenburg

Gerade in dieser Zeit, wo sich Vieles nur um ein Thema rankt und zahllose Nachrichten oft ungeordnet auf einen „einprasseln“, ist es besonders wichtig, Schüler*innen zu einem wachsamen und aufmerksamen Umgang mit Informationen anzuleiten. Denn nur, wenn man in der Lage ist zu erkennen, ob die Aussagen der unterschiedlichen Nachrichtenträger den Tatsachen entsprechen, ist man in der Lage sich eine eigene Meinung zu bilden.

Aufgrund der heutigen Medienvielfalt und äußerst komplexen Informationsflut ist es von entscheidender Bedeutung, die Lesekompetenz jedes Einzelnen zu fördern. Dabei geht es um die Fähigkeit, geschriebene Texte zu verstehen, zu analysieren und mit dem eigenen Wissen zu kombinieren. Kenntnisse, Fähigkeiten und die eigene Urteilskraft stärken das Selbstbewusstsein und geben Spielraum für mündiges und selbstbestimmtes Handeln.

„Richtiges“ Zeitungslesen ist dabei ein wichtiger Prozess. Je länger sich die Schüler*innen mit den gedruckten und digitalen Angeboten der Medienhäuser beschäftigen, umso mehr wächst ihr Verständnis für Meldungen aus Kultur, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und anderen Resorts.

Offen für Neues

ZiSch integriert die außerschulische Wirklichkeit in den Unterricht. Die Projektteilnehmer bekommen Einblicke in gesellschaftliche Lebens- und Problembereiche, mit denen sie im Schulalltag allenfalls mittelbar in Berührung kommen. Für einen Zeitungsbeitrag zu recherchieren und ihm eine angemessene sprachliche Form zu geben, ist eine Herausforderung. Es ist für viele Jugendliche ein enormer Anreiz, einen Bericht zu verfassen, der später in der Zeitung abgedruckt und von vielen Leser*innen beachtet wird.

Wir freuen uns daher, dass das gemeinsame Engagement der NWZ, dem IZOP-Institut Aachen und der LzO erneut dazu beigetragen hat, politische und wirtschaftliche Bildung sowie soziale Kompetenz in den Schulunterricht zu integrieren. Mein besonderer Dank gilt allen, die sich für dieses Projekt eingesetzt haben und es trotz der besonderen Umstände erfolgreich zu Ende geführt haben: den Schüler*innen, den Pädagogen, den Gesprächspartnern in den Unternehmen, den Organisatoren, der NWZ, dem IZOP-Institut Aachen sowie dem Kultusministerium und der Schulaufsicht, die ZiSch zu „ihrer Sache“ gemacht haben.

Dr. Winfried Spiegel,

Geschäftsführer des

IZOP-Instituts, Aachen

Über 1000 Schülerinnen und Schüler aus rund fünfzig Klassen haben bei der jüngsten Staffel von „Zeitung in der Schule“ im Oldenburger Land mitgemacht. Das Projekt bot ihnen eine Menge an ungewöhnlichen Chancen und Möglichkeiten: Mit der Zeitung im Unterricht lernen, selber für die Zeitung recherchieren, fotografieren und schreiben, kurzum: die Zeitung aus allen Blickwinkeln kennen lernen.

Ermöglicht wurde ihnen all dies durch die Kooperation von Menschen, die es wichtig finden, dass junge Leute in Zeiten von „Fake News“ und „Social Bots“ die Gelegenheit erhalten, ein vertrauenswürdiges, der Wahrhaftigkeit verpflichtetes, verlässliches Informationsmedium für sich persönlich nutzen zu lernen: die Tageszeitung. Diese Bildungskoalition besteht aus Journalisten der Nordwest-Zeitung, Finanzexperten der Landessparkasse zu Oldenburg und engagierten Lehrkräften aus Schulen der Region. Ihr großartiges, freiwilliges und deshalb auch nicht selbstverständliches Engagement verdient Respekt und Anerkennung.

Die journalistischen Ergebnisse des „Zisch“-Projekts werden in dieser Sonderbeilage dokumentiert. Es macht nicht nur Spaß, die Texte der Schülerinnen und Schüler zu lesen, man lernt auch als Erwachsender noch manch Wissenswertes und Interessantes dazu. Wie man soziale Netzwerke ohne Stress nutzen kann, wie Polizeihunde trainiert werden oder was eine Stadtbücherei so alles zu bieten hat – über dies und vieles mehr informieren Schülerinnen und Schüler in ihren lesenswerten Zeitungsbeiträgen.

Eine andere Form der Auseinandersetzung mit der Zeitung im Rahmen des Projekts „Zisch“ bieten die so genannten Langzeitaufträge. Dabei widmen sich Schülerinnen und Schülern einem selbst gewählten Thema, das sie über eine längere Zeit in der NWZ verfolgen. Sie sammeln die erschienenen Artikel und Fotos zu ihrem Thema und werten diese dann aus. Uns als die betreuenden „Zisch“-Pädagogen beeindruckt es immer wieder, welchen Eifer und welche Mühe Schülerinnen und Schüler bereit sind, in ihre Langzeitarbeit zu investieren – und zu welch schönen Ergebnissen sie dabei kommen.

Im Unterricht erwies sich die Nordest-Zeitung – obwohl ja gar nicht für die Schule gemacht – als besonders spannendes und lehrreiches Medium. Die thematische Vielfalt und Breite einer Tageszeitung bietet jeden Tag aktuell eine Fülle von attraktivem Lesestoff für praktisch jedes Schulfach.

Das Fazit: Die Tageszeitung ist nicht bloß ein unverzichtbares Informationsmedium, man kann in der Schule auch auf besonders vielfältige und abwechslungsreiche Weise mit ihr lehren und lernen.

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