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Aids-Hilfe Oldenburg: Ein (fast) normales Leben

23.12.2019

Oldenburg „Wir können froh sein, dass man heute ein fast normales Leben führen kann“, so Ralf Monsees, freier Mitarbeiter der Aids-Hilfe in Oldenburg. Wenn da nicht die Diskriminierung wäre.

Diskriminierung im Alltag

Die Krankheit an sich sei nicht mehr das größte Problem, HIV-positive Menschen hätten vor allem mit Vorurteilen und Ausgrenzung zu kämpfen, berichtet Monsees. Selbst in Arztpraxen kann es zu Diskriminierung kommen. Es ist laut Monsees schon vorgekommen, dass nach der Behandlung von HIV-positiven Menschen die Behandlungsräume komplett desinfiziert wurden, sie erst nach den Öffnungszeiten behandelt wurden und bei manchen Ärzten auch gar nicht. Auch die Suche nach einem neuen Gebäude für die Aids-Hilfe gestaltet sich schwierig. „Keiner möchte die Aidshilfe in seiner Nähe haben“, so Monsees.

Mittlerweile kann HIV gut behandelt werden. Die Medikamente verhindern, dass sich Viren im Körper vermehren. So wird das Auftreten von Aids verhindert. Wird rechtzeitig mit der Behandlung begonnen, haben Menschen mit HIV gute Chancen auf eine normale Lebenserwartung. Eine Heilung ist jedoch nicht möglich, die Medikamente müssen – nach derzeitigem Stand – ein Leben lang eingenommen werden.

Welt-Aids-Tag

Um zu zeigen, dass man die Diskriminierung von HIV-positiven Menschen verurteilt, findet jährlich der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember statt. An diesem Tag tragen Menschen, die gegen die Diskriminierung sind, eine rote Schleife. Wenn man die rote Schleife trägt heißt es nicht, dass diese Person HIV-positiv ist. Es ist ein Zeichen dafür, dass man Menschen, die HIV oder Aids haben, nicht ausgrenzt. Am Welt-Aids-Tag gedenkt man aber auch der Verstorbenen.

Auch über das Jahr verteilt gibt es unterschiedliche Aktionen, um auf die Arbeit der Aids-Hilfe aufmerksam zu machen. Außerdem finden regelmäßig Kunstauktionen statt. Der Gewinn geht an die Aids-Hilfe Oldenburg.

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