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Vareler Tafel: Hilfe für Menschen in Not

18.03.2019

Varel „Heute ist ein schöner Tag“, sagte Anita Osterloh, die Leiterin der Vareler Tafel, bei unserem Besuch dort. Im folgenden Gespräch mit ihr erfahren wir, dass es heute für jedes Kind eine Nikolaustüte geben wird. Etwas, das sich bedürftige Familien oft nicht leisten können. Da springen die Ehrenamtlichen der Tafel ein, um den Kindern eine Freude zu machen. Bei der Vareler Tafel arbeiten ungefähr 50 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und das mit großem Engagement, denn ein Arbeitstag kann schon mal elf Stunden dauern. Unter der Trägerschaft der evangelisch-lutherischen Kirche wurde die Tafel 2005 gegründet. Die erste Lebensmittelausgabe fand am 6. April 2005 statt.

Lebensmittel lagern

Die Tafel bekommt ihre Nahrungsmittel gespendet, von Lebensmittelmärkten wie Aldi oder Rewe oder direkt von den Produzenten. Die Produkte, die die Tafel mit dem eigenen Lieferwagen vom Einzelhandel abholt, sind meist kurz vor dem Ablaufen des Mindesthaltbarkeitsdatums oder haben dieses bereits überschritten. Bevor sie aber ausgegeben werden, überprüfen die Mitarbeiter, vor allem beim Obst und Gemüse, ob sie noch genießbar sind. So können wertvolle Lebensmittel vor der Vernichtung bewahrt werden. Das ist auch eine wichtige Aufgabe der Tafel.

Um die Nahrungsmittel zu lagern, gibt es Kisten in verschieden Räumen. Alles wird ordentlich sortiert, sodass es ansprechend aussieht. Außerdem gibt es sechs Tiefkühltruhen, um Fleisch oder Fisch zu lagern. Fisch nimmt die Tafel besonders gern, da es viele Kunden gibt, die wegen ihrer Religion kein Schweinefleisch essen. Die Ausgabe von Lebensmitteln findet immer am Mittwoch von 14.30 bis 16 Uhr und von 17 bis 18 Uhr statt.

Aber bevor man Lebensmittel abholen darf, muss man nachweisen, dass man Sozialleistungen oder eine zu kleine Rente bekommt. Dann bekommt man einen Berechtigungsausweis und einen Zettel mit Ausgabeterminen. Am Ausgabetag warten die Kunden zunächst in der Wartehalle.

Wenn sie dann hineingelassen werden, zeigen sie ihren Berechtigungsausweis vor, damit die Mitarbeiter wissen, für wie viele Personen der Kunde Lebensmittel holt. Außerdem müssen die Kunden einen kleinen Beitrag leisten.

Organisierte Ausgabe

Während unseres Besuchs bei der Tafel herrscht großer Andrang, aber trotzdem ist es auffallend leise und geordnet. Das liegt daran, dass die Ausgabe klar organisiert ist, damit sie reibungslos und schnell stattfindet. Zuerst geht es in den Raum, wo es Obst gibt, dann in den mit Gemüse und zuletzt in den Bereich, wo es Brot, Milchprodukte und eine große Auswahl an verpackten Lebensmitteln gibt. Die Kunden dürfen die Produkte nicht selbst einpacken, das machen die Mitarbeiter. Diese kennen ihre Kunden aber schon recht gut und wissen, was sie gerne möchten und was sie ihnen noch anbieten können. So hört man häufig: „Möchten Sie noch dieses oder jenes?“

Überhaupt geht es sehr freundlich zu. Zubereitungsvorschläge für Lebensmittel werden gemacht und es wird immer wieder ein freundliches und persönliches Wort ausgetauscht. Am Ende erfahren wir, dass es auch zu Weihnachten für die Kinder bedürftiger Familien eine Überraschung geben wird. Gut, dass es die Tafel gibt.

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