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Bilanz Welker-Stiftung hilft 1834 Frauen und jungen Müttern

Dietmar Kattinger
Rita Schute (links) und Caritas-Direktor Dr. Gerd Tepe (rechts) dankten Dr. Günter Welker, Mechtild und Dorothee Welter (2. 3. und 4. von links).

Rita Schute (links) und Caritas-Direktor Dr. Gerd Tepe (rechts) dankten Dr. Günter Welker, Mechtild und Dorothee Welter (2. 3. und 4. von links).

Landes-Caritasverband

FRAGE:

Eine Millionen Euro ausgeschüttet: Dr. Welker, hätten sie das 1994 gedacht?

DR. WELKER

: Nein, das hatten wir so nicht erwartet. Wir hatten zwar die Hoffnung, dass sich die auszuschüttende Summe durch Zustiftungen und Spenden erhöht. Höhe und Umfang haben uns sehr positiv überrascht. Das zeigt, dass wir im Kern richtig lagen.

FRAGE:

Was war der Kern ihrer Arbeit?

DR. WELKER

: Es gab nach der Wiedervereinigung eine Debatte im Bundestag um die Neufassung des Gesetzes zum Schwangerschaftsabbruch. Damals wurde die Regelung mit Schein eingeführt, die Zwangsberatung. Da haben meine Frau und ich gesagt, es kann nicht sein in unserem wohlhabenden Land, dass Kinder aus Kostengründen abgetrieben werden.

FRAGE:

Was hat sie in dieser Zeit am meisten berührt?

DR. WELKER

: Das waren Dankesschreiben und anrührende Rückmeldungen, die wir über die Jahre teils persönlich, teils über Beraterinnen erhielten.

FRAGE:

War es ein Wagnis?

DR. WELKER

: In gewisser Weise schon. Wir hatten zu Beginn ein namhaftes Kapital in die Stiftung gegeben. Der große Vorteil war, und das war unsere Absicht, dass wir sehr schnell schon sehr viel an Zuwendungen ausschütten konnten.

FRAGE:

Sie waren selbst immer sehr eng mit der Stiftung verbunden. Warum?

DR. WELKER

: Die Sache war meiner Frau und mir ein Herzensanliegen. Ich wollte das Konzept auch weiterentwickeln. daher wollte ich nah dran bleiben und auch weiter mitbestimmen können.

FRAGE:

Selbst in der Wirtschaftskrise haben sie kein Geld verloren. Was heißt kluges Anlegen, kluges Handeln für sie?

DR. WELKER

: Nun, Fakt ist, ganz ohne Risiko kann es keine vernünftigen Zins- und Dividendenerträge geben. Andererseits habe ich auch nie spekulativ agiert, sondern eine verantwortliche Vermögensverwaltung praktiziert. ich habe nachhaltig und konservativ investiert. Mein Vorteil war, dass ich zuvor bereits 30 Jahre andere Stiftungen verwaltet habe.

FRAGE:

Sie haben bereits zu Lebzeiten Geld in ihre Initiative gegeben. Haben sie das nicht manchmal bereut?

DR. WELTER

: Nein, nie. Wir finden das total richtig, nach wie vor. Da lässt sich noch eine Menge korrigieren, wenn es denn nötig sein sollte.

FRAGE:

Was wünschen sie sich für die Zukunft?

DR. WELKER

: Die gute Weiterentwicklung. Wir hoffen, hie und da positiv Einfluss nehmen zu können, etwa durch Werbung um Zustiftungen.
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