VECHTA - Schreiende Babys, Schwierigkeiten beim Füttern oder Essen, schlaflose Nächte für Eltern: Für solche und andere Probleme, denen sich gerade junge Familien vielfach ausgesetzt sehen, soll in Kürze die „Babysprechstunde“ der Vechtaer Caritas-Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche Hilfen vorhalten.
Dieses „niedrigschwelliges Beratungsangebot für Eltern und Bezugspersonen von Kindern unter vier Jahren“ richtet die Beratungsstelle ab 7. August jeweils donnerstags von 9 bis 12 Uhr im Vechtaer „Haus der Caritas“ ein. Darüber hinaus können Ratsuchende in akuten Notfällen aber auch kurzfristig unter 04441/8707690 individuelle Gesprächstermine vereinbaren.
Vorrangige Zielgruppe sind Klienten, die nach dem Auslaufen des Frühinterventionsprojektes (FIT) „vernetzte Hilfen für junge Familien“ zum 30. April (die NWZ berichtete) im Landkreis Vechta derzeit bei Erziehungsproblemen keine kompetenten Ansprechpartner mehr vorfinden. Sie kommen nach den Erfahrungen der in der Beratungsarbeit tätigen Fachleute, dazu zählen unter anderem Kinderärzte oder Heilpädagogen, auch im heimischen Raum aus allen gesellschaftlichen Schichten.
Begrenzt auf einen Zeitraum von sechs Monaten hat die „Mechtild-und-Günter-Welker-Stiftung“ ihre Zusage für die Leistung einer finanziellen Starthilfe gegeben. Die Stiftung hat seit Oktober 1994 mit bisher mehr als 700 000 Euro soziale Projekte gefördert. „In der heutigen Zeit sind junge Familien oft überfordert. An diesem Punkt soll unsere Unterstützung einsetzen“, so Günter Welker. In der Einrichtung einer „Babysprechstunde“ durch die Caritas-Beratungsstelle sieht Welker ein aufgrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen ständig notwendiger werdendes Stück Präventionsarbeit.
Vom Frühjahr 2009 an muss das wie das „FIT-Projekt“ zeitlich begrenzte Vorhaben anderweitig abgesichert sein, betonen die Mitarbeiter der Beratungsstelle. Um das auch erfolgreich umsetzen zu können, laufen nach Angaben der Verantwortlichen „derzeit Gespräche mit Institutionen der öffentlichen Hand“.
